Gasseldorf
Illegale Entsorgung

Umweltfrevel in der Fränkischen Schweiz: "Tickende Zeitbombe" in der Wiesent

Die Ortsgruppe Ebermannstadt-Wiesenttal des Bundes Naturschutz spricht von einer "tickenden Zeitbombe": In der Wiesent ist ein Bitumenfass aufgetaucht. Die Polizei und das Landratsamt sind informiert.
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Ein Fass kam in der Wiesent bei Gasseldorf zum Vorschein. Foto: J. Müller
Ein Fass kam in der Wiesent bei Gasseldorf zum Vorschein. Foto: J. Müller

Die zuletzt lang anhaltende Trockenheit in der Fränkischen Schweiz ließ den Pegelstand der Wiesent weiter absinken. Ein Mitglied der Ortsgruppe Ebermannstadt-Wiesenttal des Bundes Naturschutz (BN) und Anwohner aus Gasseldorf hat darüber informiert, dass ein im Flussbett der Wiesent liegendes Bitumenfass zum Vorschein gekommen ist. Das Fass befindet sich in unmittelbarer Nähe des Fußgängerstegs bei Gasseldorf. Eine nähere Untersuchung habe laut BN ergeben, dass das Fass offensichtlich undicht ist und schwarze Bitumenreste austreten. "Wir haben diesen Sachverhalt daher der Polizeiinspektion in Ebermannstadt gemeldet. Die illegale Entsorgung eines Bitumenfasses in der Wiesent betrachten wir mit Verlaub gesagt als riesige Sauerei", teilt Christian Kiehr, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe, mit. Das Fass sei eine "tickende Zeitbombe" und müsse so schnell wie möglich geborgen und fachmännisch entsorgt werden.

Umweltfrevel im Wasserschutzgebiet

Man müsse auch in Betracht ziehen, dass zwischen Gasseldorf und Ebermannstadt ein Trinkwasserschutzgebiet liegt. "An dieser Stelle möchten wir uns bereits jetzt für die Unterstützung durch die Polizeiinspektion Ebermannstadt und die Wasserschutzpolizei sehr herzlich bedanken", erklärt Kiehr. Die Nachricht habe der BN auch an die Naturschutzbehörde des Landratsamtes Forchheim weitergeleitet.

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