Tüchersfeld
Handwerkermarkt

Fränkische Schweiz: 28 Handwerker und Händler locken Besuchermassen in den Museumshof

Einen Besucheransturm erlebte der Handwerkermarkt im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld (Kreis Bayreuth).
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Bierzeltgarnituren im Museumshof waren am  Sonntagnachmittag voll besetzt.  Foto: Thomas Weichert
Die Bierzeltgarnituren im Museumshof waren am Sonntagnachmittag voll besetzt. Foto: Thomas Weichert
+13 Bilder

Ein Besucheransturm war am Wochenende beim historischen Handwerkermarkt im Fränkische-Schweiz-Museum zu verzeichnen. Einer der Hauptgründe dafür war das gute Wetter an beiden Markttagen. Die 28 Handwerker und Händler zeigten sich durchweg mit ihrem Geschäft zufrieden und einigen gingen bereits am Sonntagnachmittag die Waren aus. Museumsleiter Jens Kraus sprach von einem Rekordbesuch. Der Stand der Imkerin Karin Zeilmann aus Gesees war jedenfalls schon am Sonntagnachmittag mit ihrem selbst gemachten Honig total ausverkauft. Nur noch ein paar Honig-Lippenpflege-Stifte hatte sie anzubieten. "Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir noch mehr Honig mitgebracht", zeigte sich Karin Zeilmann völlig überrascht. Sie gehört mit ihrem Mann Rudi sozusagen schon zum Inventar des Museums, wenn es um Veranstaltungen wie den Handwerker- oder den Weihnachtsmarkt geht.

Im Museumshof

Die Bierzeltgarnituren im Museumshof waren an beiden Markttagen voll besetzt. Metzgermeister Peter Wehrfritz aus Muggendorf machte mit seinen fränkischen Bratwürsten vom Grill ein gutes Geschäft, ebenso wie der Tüchersfelder Bäckermeister Horst Müller mit seinen Urrädla und Apfelküchla. Auch das Holzofenbrot aus Hühnerloh und das Schmalzbrot sowie die frisch ausgebutterte Bauernbutter der Museumsdamen gingen weg wie die warmen Semmeln. "Es ist ein schöner Markt und wir haben ein gutes Geschäft gemacht", sagte auch Schmiedemeister Bernhard Krämer aus Neustadt an der Aisch, der auch im Freilichtmuseum in Bad Windsheim eine Schmiede stehen hat. Erstmals war er mit seiner Frau, die in der Schmiede mitarbeitet, zum Schauschmieden nach Tüchersfeld gekommen.

Das erste Mal dabei

Auch das erste Mal dabei war Simone Leisner-Schmitt mit ihrer Tochter Lena-Marie. Sie stellt Unikatschmuckketten aus Natursteinen her und zeigte sich vom Handwerkermarkt total begeistert. "Das Ambiente ist sehr schön und alle sind sehr nett", sagte Leisner-Schmitt, die nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein will. Erstmals dabei war auch ein Büttner aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch. Neu war auch ein Stand, an dem die Besucher Filzen konnten, und Nina Stein aus Rothenburg ob der Tauber mit ihren Edelsteinen. Auch Staudengärtnerin und Gartenpädagogin Martina Pausch aus Althaidhof bei Creußen war mit ihrem Staudenverkauf sehr zufrieden, ebenso wie "Die Fuchsa": So nennt sich Ursula Bohn aus Waischenfeld, die bunte Taschen herstellt und die schon lange zum Handwerkermarkt ins Museum kommt. Auch sie sprach von einem guten Geschäft. Der freischaffenden Künstlerin Liane Thalmeyer konnten die Besucher beim Malen über die Schulter schauen. Kunstwerke zum Verkaufen hatte sie nicht mitgebracht, sie war nur zu Werbezwecken dabei. Sie schwärmte ebenfalls von der gemütlichen Atmosphäre und dem schönen Ambiente im Museum. Auch für Kinder war mit dem Kinderschminken, dem Malen oder Kettenbasteln sehr viel geboten. Auch diese Stationen waren immer besetzt. Und für die musikalische Umrahmung sorgte das David-Motsonashvili-Jazz-Duo mit dezenter Hintergrundmusik im Museumshof, ebenso Claudia Fleischmann mit ihrer Schwabachtaler Drehorgel.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren