Sprache, Literatur und Theater, Film und Musik, Kleidung und Essen, all das wird in dieser Mainacht das fränkische Lebensgefühl spiegeln! Es steht die Lange Museumsnacht im Pfalzmuseum an. Das Motto: "Fränkisch! Was sonst?"
So zeigt eine Trachtenmodenschau die modernen und punkig-schrillen Entwürfe der Stuttgarter Volkskundlerin Sandra Müller. Das ist der Gegenentwurf zu den oberbayerischen Dirndln, die man jetzt auf jedem Volksfest sieht. Die modische Zeitreise von der traditionellen Tracht bis zu neuesten Entwürfen präsentiert Christine Berner. Tipps, Tricks und Schnittbögen zum Selberschneidern gibt es am Infostand des Vereins und bei Trachtenschneiderin Marianne Bogner (1. OG; 20.30 und 21.30 Uhr).
Kinder können von 20 bis 22 Uhr im 1. OG eine Rallye durch das Trachtenmuseum mitmachen. "Wortsammler" schickt das Mundarttheater "Fränkisch gred + gschbild" des "StaTTTheaters Forchheim" durch das Haus. Fränkische Redewendungen und Begriffe werden eingesammelt, pantomimisch umgesetzt und müssen vom Publikum erraten werden. (EG, 20.15, 21.30, 22.30, 23.30 Uhr).
Frech und witzig ist auch die musikalische Seite: Im Innenhof spielt das Freie Fränkische Bierorchester Hof fränkische Musik (Innenhof 20 bis 24 Uhr). Auf stimmungsvoll-gruseliges Ambiente können sich die Besucher der Krimilesungen freuen: Die fränkischen Autoren Tessa Korber, Luc Bahl, Petra Nacke und Christian Klier lesen im neuen Erlebnismuseum Rote Mauer aus ihren Werken (Wallstr. 19; 21, 22, 23, 24 Uhr).
Vergangene Zeiten spiegelt die Sonderausstellung "Die Fränkische Schweiz im Spiegel
der frühen Reiseliteratur". Leihgaben aus der Staatsbibliothek Bamberg dokumentieren die zahlreichen Reiseberichte im Erdgeschoß. Stadtarchivar Rainer Kestler präsentiert im 2. OG den Film "Die Fränkische Schweiz" von 1934. Der Verkehrswerbefilm über die Region wurde im Auftrag der Deutschen Reichsbahn produziert. Den Zuschauern eröffnet sich ein Panorama, das Naturschönheiten und die Eisenbahn ebenso zeigt wie Bewohner und Touristen beim Klettern und Bootfahren (21 und 23 Uhr). Für fränkisches Essen sorgt Uwe Koschyk. Der Eintritt für die lange Nacht kostet 1 Euro.
Der Forchheimer Einzelhandel hat am Samstagabend von 20 bis 24 Uhr seine Pforten ebenfalls geöffnet und lädt zum Einkaufen ein. Autos und Motorräder von sind schon von 10 bis 18 Uhr im Bereich vom Paradeplatz bis zur Sattlertorstraße beim 4. Forchheimer Autofrühling zu sehen. 15 Autohäuser, Motoradhändler, Zubehörfachgeschäfte und Dienstleister präsentieren die neue Trends. Infos unter www.lange-Einkaufsnacht.de