Forchheim

Forchheims visuelle Visitenkarte zerkratzt

Tritte gegen die Sitzmöbel gehören fast zur Tagesordnung. Die Stadt überlegt, wie sie die Stabilität der Sitzmöbel erhöhen kann.
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Vandalen haben den Stahlrahmen und die Sitzfläche dieser Bank an der Bushaltestelle des Forchheimer Paradeplatzes zerstört.  Foto: Daniel Ruppert
Vandalen haben den Stahlrahmen und die Sitzfläche dieser Bank an der Bushaltestelle des Forchheimer Paradeplatzes zerstört. Foto: Daniel Ruppert
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Seit April 2017 arbeitet die Stadt Forchheim an ihrer "visuellen Visitenkarte". Damals wurden die ersten Bänke am Paradeplatz aufgestellt. Von hier, so die Hoffnung von Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), sollte "ein Impuls für ein einheitliches Stadtbild" ausgehen.

Die Rechnung beginnt allmählich aufzugehen: Mit Hilfe von Sponsorengeldern wurden Ende November weitere Bänke in der Hauptstraße, am Rathausplatz und beim Katharinenspital platziert.

1000 Euro pro Bank

Allerdings haben zwei Randalierer der visuellen Visitenkarte jetzt einen hässlichen Kratzer zugefügt. Seit 21. Dezember sucht die Polizei "zwei unbekannte männliche Jugendliche", die mutwillig die Sitzbank an der Bushaltestelle am Paradeplatz zerstört haben.

Der Preis pro Bank beträgt 1000 Euro, sagt Alexander Dworschak. Er ist Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GWS), die das Möblierungskonzept umsetzt. Nach dem Vorfall am Paradeplatz habe er sich bereits mit Mitarbeitern des städtischen Bauhofes verabredet, sagt Dworschak. Um herauszufinden, ob man an den älteren Bänken in puncto Stabilität "etwas machen kann". Das Thema beschäftigt die Mitarbeiter der GWS und des Bauhofes nicht zum ersten Mal.

So habe die GWS dem Hersteller (eine französische Firma) beispielsweise die Aufgabe mitgegeben, die zweite Lieferung der Bänke (vom November 2019) massiver zu produzieren, als jene Sitzmöbel der ersten Generation, die am Paradeplatz stehen. "Der Hersteller hat sie dann stabiler gebaut", sagt Alexander Dworschak.

Wobei er auch betont, dass mit der entsprechenden Zerstörungswut letztlich jede Bank von Vandalen kaputt gemacht werden könne. Der Bauhof wisse ein Lied davon zu singen - immer wieder würden Bänke demoliert oder in die Wiesent geworfen.

Die Möblierung geht weiter

Doch die Freude am neuen Möblierungskonzept lässt sich der GWS-Geschäftsführer nicht nehmen. Die nächste städtische Möblierungswelle - ebenfalls von Sponsoren finanziert - werde in etwa einem Jahr folgen, ist Dworschak überzeugt.

Die zerstörte Bank vom Paradeplatz wird bis dahin ersetzt oder repariert sein. In jedem Fall habe die Stadt Forchheim Anzeige erstattet, sagt Pressesprecherin Britta Kurth. Das werde in jedem Fall gemacht, "schon aus versicherungstechnischen Gründen".

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