Forchheim
Philosophenviertel

Forchheims Megaprojekt ist auf der Zielgerade

Wer sich schon jetzt ein Bild von Forchheims neuem Wohngebiet machen will, kann im Netz einen virtuellen Rundgang machen
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Auf der neuen Internetseite können sich Interessierte erste Eindrücke vom geplanten Philosophenviertel machen. Animation:
Auf der neuen Internetseite können sich Interessierte erste Eindrücke vom geplanten Philosophenviertel machen. Animation:

Vogelgezwitscher, lachende Kinder, sanft dahinplätschernde Musik: Das Werbevideo, das Tilman Rütters den Stadträten im Planungs- und Umweltausschuss zeigt, soll ein Vorgeschmack sein auf das Großprojekt, das im Herzen Forchheims entsteht: Auf einer eigens eingerichteten Internetseite (www.philosophenviertel.de) können interessierte Bürger einen virtuellen Spaziergang durch das Philosophenviertel unternehmen, verschiedene Ansichten begutachten - und natürlich den Projektfilm anschauen. "Wir haben die größten Hürden hinter uns", sagt Tilman Rütters, Chef des Hamburger Immobilienentwicklers Dignus, am Dienstagabend.

Im April haben sich die Stadträte im Planungs- und Umweltausschuss mit den eingegangenen Stellungnahmen der "Träger öffentlicher Belange" beschäftigt. Weil daraufhin der Bebauungsplan wegen des Schallschutzes geändert wurde, lagen die Pläne erneut öffentlich aus. Aufgrund einer technischen Panne musste die erneute Auslegung jedoch wiederholt werden und ist noch bis 15. Juli einsehbar. "Das ist nur ein Zwischenstand der Auslegung", erinnert Bauamtsleiter René Franz. Bei der erneuten Beteiligungsrunde habe sich bei den Stellungnahmen nicht all zuviel geändert, manche Beteiligte haben auf eine erneute Erläuterung verzichtet. "Die Ergebnisse sind unspektakulär", erklärt Tilman Rütters den Stadträten im Planungs- und Umweltausschuss.

Infiana bleibt bei Einwendungen

Unverändert geblieben sind dagegen zwei Einwände aus der Öffentlichkeit: vom Nachbarn Infiana sowie von der Betreiberin einer Photovoltaikanlage. "Infiana bleibt leider komplett bei ihren Einwendungen", sagt Rütters. Schon in der April-Sitzung hatte er alle 17 Einwände der Folienfabrik zerlegt. "Wir haben alle Aspekte abgewogen", sagt Rütters. Deshalb werde man an den getroffenen Beschlüssen festhalten. Klagen von Infiana, wie es Udo Schönfelder (CSU) befürchtet, werden auf dieser Basis keinen Erfolg haben, meint der Dignus-Chef.

In zwei Wochen soll dann die letzte Hürde für das Philosophenviertel genommen werden: In der nächsten Sitzung des Stadtrates muss über den Beschluss noch final abgestimmt werden. "Am 23. Juli wollen wir das abschließen", sagt Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD).

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