Forchheim
Infrastruktur

Forchheims Glasfasernetz wächst schneller dank Trenching

Weniger Baustellen, mehr Glasfaseranschlüsse in kurzer Zeit: Das Tiefbauamt der Stadt Forchheim setzt beim Glasfaserausbau auf das Trenching-Verfahren.
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Die Trenching-Maschine bei der Fräsarbeit Foto: PR
Die Trenching-Maschine bei der Fräsarbeit Foto: PR
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Die Stadt Forchheim setzt beim Glasfaserausbau laut Pressemitteilung auf eine zukunftsweisende, innovative und kostengünstige Verlegetechnik: das sogenannte Trenching. In den ersten Straßen Forchheims werden dank einer speziellen Frästechnik in kürzester Zeit Glasfaserleerrohre verlegt. Beim Trenching wird mithilfe einer speziellen Fräsmaschine ein schmaler Spalt in den Asphalt am Straßenrand oder auf dem Gehsteig gefräst. "Das Gute am Trenching ist, dass es rund viermal schneller als übliche Tiefbauverfahren ist", sagt Werner Schaup, Leiter des Tiefbauamts der Stadt Forchheim. Durch den Wegfall herkömmlicher Tiefbauverfahren im Glasfaserausbau würden die Stadtwerke einerseits bares Geld sparen, andererseits würden weniger große Baustellen benötigt, die den Verkehr behindern und die Anwohner einschränken. Die ganze Arbeit - Auffräsen, Kabelverlegen, Schlitz wieder zumachen mit einer speziellen Verfüllmasse - sei nach 24 bis 48 Stunden erledigt." " Inwiefern diese neue Technik in unterschiedlichen Straßenkörpern eingesetzt werden kann, wird in einem fünfjährigen Versuch, zusammen mit den Stadtwerken, erprobt. Ein dementsprechender Vertrag wurde bereits geschlossen", fasst Werner Schaup zusammen.

"Minimal-invasiver Eingriff"

"In der Medizin würde man wohl von einem minimal-invasiven Eingriff sprechen. Aber so ist es auch", führt René Franz, Leiter des Stadtbauamts der Stadt Forchheim, aus, "beim Trenchen wird der Straße gerade einmal ein etwa zehn bis 15 Zentimeter breiter und 40 Zentimeter tiefer Schnitt zugefügt. Die Verlegung der Leerrohre dauert so nur einige Stunden." Die drei Forchheimer Straßen Hans-Watzlik-Straße, Wallensteinstraße und Wilhelm-Raabe-Straße würden vollständig innerhalb von zwei Tagen abgehandelt. Trenchen kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie "Graben" oder "Einschnitt".

Übertragungsraten

"Immerhin wollen wir die Attraktivität Forchheims als Wirtschaftsstandort und attraktiven Wohnort weiter voranbringen, und dafür brauchen wir schnelles Internet, welches erlaubt, hohe Datenmengen in kürzester Zeit zu verschicken", ergänzt Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD). Um den Anschluss im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu verpassen, befinden sich die Stadtwerke Forchheim derzeit in der Vermarktung für sieben neue Ausbaugebiete. "Wir arbeiten eng mit dem Tiefbauamt der Stadt zusammen, um auch 2020 mittels Trenching weitere Gebiete in Forchheim zu erschließen", kündigt Christian Sponsel, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, an.

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