Forchheim
Interview

Forchheimerin fordert eine Quote für Frauen

Im Bundestag wird heute über eine Frauen-Quote für Aufsichtsräte diskutiert. Wir haben mit Annette Prechtel (FGL) über das Für und Wider einer Frauen-Quote und über ihre Rolle im Aufsichtsrat der Stadtwerke Forchheim gesprochen.
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Annette Prechtel sagt, eine Frauen-Quote sei überfällig. Foto: Archiv
Annette Prechtel sagt, eine Frauen-Quote sei überfällig. Foto: Archiv
Sie sind Mitglied des Stadtwerke-Aufsichtsrates: Wie erleben Sie dieses Gremium?
Prechtel: Es ist wichtig, da als Frau drin zu sein. Gerade bei den Stadtwerken sehe ich das so. Bei einem Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge ist es extrem wichtig, dass Frauen an den Entscheidungen auch mitwirken können und beteiligt sind. Nur so können sie auf dem gleichen Informationsstand sein. Die Versorgung mit gesundem Trinkwasser ist nur ein wichtiges Beispiel. Ich behaupte einmal, dass Frauen da mehr Verantwortungsbewusstsein und Weitblick an den Tag legen. Solche Entscheidungen möchte ich nicht den Männern allein überlassen.

Was sagen Sie zu einer Frauen-Quote? Welche Vor- bzw. Nachteile könnte so eine Quote mit sich bringen?
Eine Quote ist längst überfällig. Nur auf die Freiwilligkeit der Unternehmen zu setzen, das funktioniert nicht.


War in Ihrer Aufsichtsrat-Tätigkeit schon einmal eine "weibliche Stimme im Aufsichtsrat" besonders gefragt?
Wir sind immer noch sehr wenige Frauen im Aufsichtsrat. Ich würde mir schon wünschen, dass Frau dort noch stärken vertreten sind. Damit nicht nur die männliche Sichtweise dominiert. Es ist natürlich auch eine Frage der Macht und des Einflusses.

Fühlen Sie sich mächtig?
Das nicht. Es ist ja auch kein großer Konzern. Das Sitzungsgeld ist genauso hoch wie das Sitzungsgeld im Stadtrat. Es ist einfach gut, dabei zu sein.

Die Fragen stellte Nikolas Pelke.

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