Forchheim
Folklore

Forchheimer und Effeltricher zeigen sich auf der Europeade

An der Europeade, dem größten Festival für Tracht, Volkstanz und Musik in Europa, nahmen der Trachtenverein Effeltrich und die Eichendorff-Tanzgruppe Forchheim teil.
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Die Eichendorff-Tanzgruppe Forchheim auf der Europeade Foto: Margit Bergmann
Die Eichendorff-Tanzgruppe Forchheim auf der Europeade Foto: Margit Bergmann
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Mit jährlich zwischen 4000 und 7000 Teilnehmern ist die Europeade das größte Folklore- und Trachtenfestival in Europa. Aus über 40 europäischen Regionen kommen einmal pro Jahr traditionelle und moderne Volkstanzgruppen, Chöre und Musiker in einer Stadt Europas zusammen, um die Vielfalt der europäischen Kulturen zu feiern.

Zusammen mit über 200 Gruppen reiste die Eichendorff-Tanzgruppe Forchheim zur 56. Europeade nach Frankenberg/Eder in Hessen. Nach dem gemeinsamen Tanz aller deutschen Gruppen wurde die Europeade-Fahne von der letztjährigen Europeade-Stadt Viseu (Portugal) an den Bürgermeister Frankenbergs und zugleich Präsidenten des Internationalen Europeade-Komitees, Rüdiger Heß, übergeben. An einem Chorabend verstärkten einige Teilnehmer der Eichendorff-Tanzgruppe den Schlesierchor und gaben neben einem Eichendorff-Medley noch verschiedene andere Lieder zum Besten. Teilnehmer der Eichendorff-Tanzgruppe bereicherten zusammen mit dem Schlesierchor den ökumenischen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche, einer der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands, musikalisch. Auf der Abschlussgala im Stadion präsentierten die Forchheimer zusammen mit 80 weiteren schlesischen Tanzpaaren die Region Schlesien mit einem eigens kreierten Europeade-Tanz. Am Ende wurde die Europeade-Fahne von den hessischen Gruppen feierlich an den Bürgermeister der nächstjährigen Europadestadt Klaipeda/Litauen übergeben. Zwei Straßenauftritte ergänzten das Programm der Eichendorff-Tanzgruppe.

Effeltricher Trachtler

Mit dabei war auch der oberfränkische Volkstrachtenverein Effeltrich mit seinem Patenverein aus Burgsinn (Unterfranken). In zahlreichen gemeinsamen Proben hatten sich die beiden Vereine auf den Höhepunkt des Jahres bestens vorbereitet. Gemeinsam mit allen Gruppen aus Deutschland eröffneten die Trachtler aus Effeltrich mit der Sternpolka den Abend vor den voll besetzten Rängen. Bereits am Nachmittag hatte es in den Gassen und auf den Plätzen in Frankenberg zahlreiche geplante und spontane Auftritte gegeben, bei denen auch die Gäste aus Franken viel Applaus erhielten. Beim großen Festzug mit 260 teilnehmenden Gruppen wurden die Trachtengruppen von den Tausenden Zuschauern begeistert gefeiert, bevor ein Gewitter mit Hagelschauer zum Abbruch führte. Die Effeltricher waren da bereits am Ziel des Umzuges angekommen. Doch auch dieser Gewitterschauer konnte die ausgelassene Stimmung nicht trüben. Unter dem Programmpunkt "Franken stellt sich vor" waren neben dem oberfränkischen Volkstrachtenverein Effeltrich, Burgsinn, Bayreuth und Gemünden auch der Trachtenverein aus dem brasilianischen Blumenau dabei. Aufgrund ihrer fränkischen Wurzeln bestehen schon seit vielen Jahren Kontakte zwischen dem Trachtenverband Unterfranken und der Trachtengruppe in Blumenau, die erstmals an der Europeade teilnahm. Daheim angekommen, waren die Effeltricher immer noch begeistert über die hervorragende Organisation, waren doch laut Veranstalter über 100.000 Zuschauer über die Tage des Folklorefestivals in der nordhessischen Kleinstadt. Für die Effeltricher, die bereits seit 1965 mit einigen Unterbrechungen an dem Festival teilnehmen, steht fest, dass auch im nächsten Jahr das Festival in Litauen besucht wird. Die 18.000-Einwohner-Stadt Frankenberg war in diesen Tagen bunt bevölkert mit Trachtlern und Musikern aus ganz Europa. Abends nach den Veranstaltungen wurde in den Übernachtungsorten (Schulen und Kasernen) die europäische Freundschaft und Völkerverständigung zelebriert und gefeiert. Seit 1964 zeigt die Europeade so einen Querschnitt der lebendigen europäischen Kultur. Mit mehr als 100.000 Besuchern ist die Europeade das größte und bedeutendste europäische Folklorefestival. Sie ist ein Fest des Friedens und der Freundschaft zwischen Regionen, Kulturen und vor allem Menschen.

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