Forchheim
Winter

Forchheimer THW-Helfer kämpfen gegen Schneemassen

Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Forchheim sind in den bayerischen Alpen im Einsatz, um gegen die Schneemassen zu kämpfen.
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Die THWler räumen Schnee weg. Foto: Nicole Endres
Die THWler räumen Schnee weg. Foto: Nicole Endres
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13 Helfer vom THW-Ortsverband Forchheim waren in der Region Traunstein im Einsatz, um Dächer von den Schneemassen zu befreien. Sie traten am Sonntag in den Abendstunden nach zwei Tagen harter Arbeit den Heimweg nach Forchheim an. Zwei Forchheimer (Baufachberater und Helfer) sind seit Donnerstagabend in Berchtesgaden, um dort Schneelastmessungen von Dächern durchzuführen und eine Räumung dieser abzuwägen. 13 neue Helfer aus Forchheim machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg nach Traunstein, um die erste Mannschaft abzulösen. Vor Ort ist auch Nicole Endres vom THW Forchheim, die für das Mediateam des THW-Landesverbandes im Einsatz ist. In der Region Berchtesgaden dokumentiert sie die Arbeiten des THW. Auch vom THW-Ortsverband Kirchehrenbach sind sieben Helfer mit zwei Lastwagen in die Alpen geschickt worden. Wie die Bergwachten Forchheim und Pottenstein auf ihren Facebookseiten mitteilten, sind auch jeweils drei ihrer Mitglieder dabei, um mit weiteren Bergwachtlern aus der Region Frankenjura in den bayerischen Alpen beim Schneechaos zu unterstützen.

Landesverband Bayern

Die Schneelage spitzte sich unterdessen zu: Rund 1000 THW-Kräfte aus ganz Bayern sind im Dauereinsatz. Die Befreiung der Dächer von den Schneemassen hat höchste Priorität. Das THW stellt sich auf die Verlängerung des Einsatzes ein und organisiert die Ablösung der Kräfte durch neue Teams.

Schwerer, nasser Schnee belastet die Dächer im Alpenraum zunehmend stark. Man rechnet mit weiterem Schneefall. Akuter Einsatzschwerpunkt ist das Abräumen der Dächer von der Schneelast. Derzeit wird rund um die Uhr daran gearbeitet. Die blauen Kräne und Radlader leisten dem THW dabei laut Pressemitteilung hervorragende Dienste.

Das THW bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Arbeitgebern und bei den Familien der THW-Helfer für die Unterstützung.

Das THW

Das Technische Hilfswerk ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Glauber wirbt für Vorsorge

Angesichts der Wetterverhältnisse in Südbayern und vor allem im Alpenraum wirbt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) aus Pinzberg auch für eine individuelle Vorsorge. Dafür stellt das Umweltministerium die kostenlose App "umweltinfo" zur Verfügung. Glauber erläutert in einer Pressemitteilung: "Die App ist eine digitale Alarmanlage für die Hosentasche. Wir stärken damit die Bürger beim persönlichen Schutz gegen Naturgefahren. Wintersportler und alle, die sich in den Bergen aufhalten, sollten sich gut informieren, die Schneegefahren ernst nehmen und unbedingt gefährliche Gebiete meiden." Mit der App kann sich jeder Bürger in Bayern über Naturgefahren wie Lawinen oder Hochwasser informieren. Die "umweltinfo"-App übermittelt entsprechende Informationen und Warnungen außerdem in Echtzeit per Push-Mitteilung.

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