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Forchheimer Stadtfest: Das Programm steht fest - ein Fest zum Flanieren

Familien und Bewegung stehen im Vordergrund des Forchheimers Stadtfests: Das Programm steht nun fest.
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Jacqueline Krempe und Lorenz Deutsch halten das Flanierkrügla in der Hand. Diesen wird es auf dem Forchheimer Stadtfest geben.  Foto: Christoph Wiedemann
Jacqueline Krempe und Lorenz Deutsch halten das Flanierkrügla in der Hand. Diesen wird es auf dem Forchheimer Stadtfest geben. Foto: Christoph Wiedemann

"Das Forchheimer Stadtfest hat mit dem Altstadtfest gar nichts mehr zu tun", beschreibt Klaus Backer vom Ordnungsamt das neue Konzept der Veranstaltung. Die Idee hinter dem Fest war, "daraus ein Familienfest zu machen", sagt Citymanagerin Elena Büttner.

Das Forchheimer Stadtfest wird kein "reines Partyfest", auf dem die Besucher von großen Bühnen "eine Vollbeschallung" bekommen, erklärt Büttner. Kinder, Familien und junge Leute stehen im Vordergrund.

Vielfältiges Kinderprogramm

"Bei den letzten Festen war das Kinderprogramm weniger vertreten" - das ändert sich nun. An vielen Standorten gibt es vom Donnerstag, 30. Mai, bis zum Sonntag, 2. Juni, einige Angebote speziell für Kinder und Familien. "Alles, was ein Kinderherz begehrt, ist da", fasst die Citymanagerin zusammen: Vom Kinderschminken, über eine Olympiade bis hin zu Karussell und Eisenbahn.

Passend zum Familien- und Kindermotto veranstaltet die Martin-Grundschule (MGS) am Samstag, 1. Juni, ihr Sommerfest im Schulhof der MGS und ist damit Teil des Stadtfestes. Königliche Schulhofspiele lautet das Thema, bei dem die Kinder "Wappen gestalten oder Lanzenstechen können", erklärt Direktorin Kerstin Friedrich.

Für Liebhaber regionaler Musik gibt es in diesem Jahr insgesamt acht kleine Bühnen. Das Festkomitee hat bei der Planung das Wohlfühlen der Besucher in den Vordergrund gestellt. "Wir wollen keine Vollbeschallung", sagt Büttner.

Die Musik richtet sich auch thematisch an den zu bespielenden Ort, ergänzt Christoph Kauer als Vertreter für die Gastronomie: "Vor dem Stadtlokal gibt es fränkische Musik oder vor dem Gringo Salsa." Es soll eben "nicht an jeder Bühne Helene Fischer gespielt werden".

Vielmehr sollen die Gäste "zwischen den Bühnen flanieren - ganz nach unserem Motto: die Stadt in Bewegung", erklärt Büttner. Dazu zählen auch die Straßenmusiker, die am Samstag über das Festgelände rotieren werden.

Und auch der Mauerscheißer kommt auf dem Stadtfest zum Einsatz: Er ziert das Flanierkrügla. Der Zweck dieses Bierkrugs besteht darin, dass er an jedem Ausschank abgegeben werden kann. "Damit können die Leute durch die Stadt flanieren", erklärt Gastronom Kauer "und ihren Krug überall abgeben".

Die Künstlerin Jacqueline Krempe gibt zu, dass Motiv des Kruges "mit einem kleinen Augenzwinkern wegen der vorherigen Diskussion" ausgewählt wurde.

Der Krug koste fünf Euro Pfand und ist als Sammelkrug entworfen. Die Auflage ist auf 1600 Stück limitiert, beschreibt einer der Verantwortlichen, Ulli Raab. Im kommenden Jahr soll ein neues Motiv das Flanierkrügla zieren.

Verkaufsoffener Sonntag

Flanieren können die Besucher auch am Verkaufsoffenen Sonntag. Einige Händler lassen sich etwas besonderes einfallen, erklärt Manfred Schade vom Verein HeimFOrteil."Einige Händler bieten Freikarten für das Parkhaus an, damit die Forchheimer die Parkhäuser mal kennen lernen", sagt Schade.

Ein Ordnungsdienst wird die Zufahrten des Festgeländes Überwachen, sagt Ordnungsamtsleiter Klaus Backer, da es ein großes Festgelände ist.

Viele Händler, Gastronomen und Vereine engagieren sich bei diesem Forchheimer Stadtfest. "Bei diesem Fest ziehen endlich mal alle an einem Strang", sagt Backer.

Das kann Gastronom Kauer nur bestätigen: "Es war ein Miteinander." Er sieht auch, dass das Fest von Forchheimern veranstaltet wird - und keine auswärtigen Veranstalter dazu benötigt werden.

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