Laden...
Forchheim
Corona-Krise

Forchheimer Schule druckt Bauteile für Behelfsmasken

Die Uni Erlangen-Nürnberg stellt in der Corona-Krise Behelfsmasken her und will die Produktion ausweiten. Hilfe kommt nun aus Forchheim.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dirk  Schubert,  Christian Sturany und Christoph  Sümmerer mit den  Behelfsmasken. Foto: PR
Dirk Schubert, Christian Sturany und Christoph Sümmerer mit den Behelfsmasken. Foto: PR

In der Corona-Zeit hat das Staatliche Berufliche Schulzentrum Forchheim eine E-Mail des Lehrstuhls für Polymerwerkstoffe der Universität Erlangen-Nürnberg erhalten: Da wegen der Corona-Krise nahezu alle Forschungsprojekte eingestellt seien, produziere der Lehrstuhl nun Behelfsmasken für die Uni-Klinik Erlangen. Um die Produktion ausweiten zu können, benötige man noch zusätzliche 3-D-Drucker-Kapazitäten, um ein kleines Bauteil, das als Maskenhalterung dient, herstellen zu können. Die Klinik benötige zwischen 600 und 1800 Masken am Tag. Das Kontingent des Lehrstuhls belaufe sich auf derzeit 300 bis 500 Masken pro Tag. Der Sohn des Lehrstuhlleiters Dirk Schubert besucht die Fachoberschule in Forchheim und hatte seinen Vater informiert, dass während der Schulschließung doch der 3-D-Drucker in der Berufsschule ungenutzt sei und der Professor doch um eine Ausleihe anfragen sollte.

Christoph Sümmerer und Christian Sturany, Lehrkräfte am Beruflichen Schulzentrum Forchheim, erhielten eine Datei und fertigten einen Probedruck. Sie gingen jetzt selbst in den Ferien in die Produktion und reaktivierten zusätzlich zum großen 3-D-Drucker, der im Rahmen der Initiative Exzellenzzentrum an Beruflichen Schulen des Freistaates Bayern vom Landkreis Forchheim angeschafft wurde, noch zwei kleine Vorgängermodelle für die Produktion der Maskenhalterungen.

Seit Montag läuft die Produktion der Halterung aus den 3-D-Druckern und die ersten Chargen wurden bereits übergeben. Die Herstellung der kleinen Bauteile wird von beiden rund um die Uhr und auch über die Feiertage weitergeführt, damit die Anzahl der dringend benötigten Masken an der Uni Erlangen-Nürnberg erhöht werden kann. Dieses Engagement ist für die beiden Lehrkräfte selbstverständlich, denn so können sie die Möglichkeiten und Ressourcen, die ihnen die Ausstattung und das digitale Equipment des Schulzentrums bieten, nicht nur zu Lehrzwecken nutzen, sondern gezielt für die Gemeinschaft in schwierigen Zeiten einsetzen. Wenn die Produktion ausgeweitet werden kann, sollen weitere Stellen auch im Landkreis Forchheim beliefert werden.

Der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) begrüßt laut Pressemitteilung dieses Engagement: "Ich freue mich über die regionale Solidarität und Kooperation der Institutionen. Die Uniklinik Erlangen steht den Bewohnern des Landkreises mit verschiedenen medizinischen Abteilungen auch weiterhin zur Seite. Da helfen auch kleine Zeichen und ermutigende Schritte der Zusammenarbeit gerade in dieser Zeit."