Forchheim

Forchheimer Prominente: Ihre Handys und Smartphones

Das Smartphone ist immer griffbereit, um auf Anrufe, SMS und Whatsapp-Nachrichten reagieren zu können. Fünf Prominente aus dem Landkreis Forchheim haben dazu ihre ganz eigene Meinung. Welches Handy gehört wem?
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Archivbild: Stephanie Meißner
Archivbild: Stephanie Meißner
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Wenn Johannes Haas im Wald unterwegs ist, hat er sein Smartphone immer griffbereit. "Es kann immer was passieren", sagt der 39-Jährige. Er braucht ein Handy, das "schlagfest und wasserdicht" ist. Beim Bäume pflanzen und Einmaischen muss das Mobiltelefon jede Menge aushalten.

"Wenn es ständig klingelt, hält es mich vom Arbeiten ab", sagt der Brenner. Das Telefon mache die Zeit schnelllebiger und führe zu mehr Stress. Außerdem findet es der Geschäftsmann schade, das keine normale Kommunikation mehr möglich sei. Seine Kinder hätten nur deshalb ein Handy, um Bescheid geben zu können, etwa wenn sie die falsche Haltestelle genommen haben. "In meinem Freundeskreis ist bekannt, dass ich übers Handy nicht erreichbar bin", erklärt Johannes Haas.


Selbst im Urlaub gut informiert

Der Leiter der Polizeiinspektion Forchheim, Rainer Schmeußer, stört sich hingegen nicht an der ständigen Erreichbarkeit. Für ihn sei es eine Erleichterung, sehr schnell informiert zu sein, das begünstige einen schnellen Eingriff. Besonders bei Vorfällen mit "großer Öffentlichkeitswirkung", sei es wichtig erreichbar zu sein.
Sein Smartphone benutzt der 42-Jährige, um seine E-Mails abzurufen, für die Terminverwaltung und zum Fotografieren. Sowohl privat, als auch dienstlich sei sein Telefon im Einsatz, dienstlich mit Rufumleitung. Eineinhalb Jahre ist das Handy alt. Auch im Urlaub ist Rainer Schmeußer gut informiert: "Es ist besser, von den eigenen Leuten unterrichtet zu werden, als aus Zeitung oder Radio."

Zwei Tage alt ist das Smartphone von Pfarrerin Claudia Berner, von der evangelischen Kirche Ebermannstadt. Sie hat ihr Handy von der Familie geschenkt bekommen, weil ihr altes nicht mehr ging. Privat nutzt es die Pfarrerin, um zu telefonieren, SMS zu schreiben und von A nach B zu kommen mit der Bahn-App. "Ich muss mich an die neuen Funktionen erst gewöhnen", sagt die 45-Jährige. Ihre Schüler an der Maria-Ward -Realschule und dem Eichendorff-Gymnasium in Bamberg fragen ihre Lehrerin oft, ob sie Informationen über Google abrufen können. "Es ist wirklich praktisch, schnellen Zugriff aufs Internet zu haben. Ich selbst weiß noch nicht, ob ich es nutzen werde." In der traditionellen Gemeinde Ebermannstadt kommen die Leute lieber persönlich vorbei. "Wenn das Handy klingelt, bevor das Festnetz-Telefon geklingelt hat, ist es meistens falsch verbunden", lacht Claudia Berner.

Nachts ist das Handy Aus

Sobald Rainer Gerlitz, Trainer des SV Buckenhofen, auf dem Platz ist, kommt das Handy in die Kabine. Auch über Nacht wird das Handy ausgeschaltet und am nächsten Morgen nach dem Frühstück erst wieder angestellt. Das Problem mit der ständigen Erreichbarkeit kennt der 49-Jährige nicht. "Wer von mir was will, soll einfach nochmal anrufen", betont der Trainer. Ein Smartphone brauche er nicht. Wenn der Trainer die Spielergebnisse der anderen Mannschaften wissen will, fragt er einfach seine Spieler.

Sein Handy benutzt er nur zum Telefonieren und für die ein oder andere SMS. Das Telefon wurde angeschafft, um spontan erreichbar zu sein, beispielsweise wenn es beim Arzt mal wieder länger dauert.

Oberbürgermeister Stumpf (CSU/WUO) hat viele Termine. Um sie zu koordinieren, sei ein Smartphone praktisch. "Telefonieren und alle halbe Jahre eine SMS schreiben" gehört zu den bevorzugten Handy-Anwendungen des 63-Jährigen. Vor Terminen erledigt der Forchheimer OB gerne schon ein bisschen Arbeit oder fragt die Inhalte des Termins per Email ab. "Ich bin auch im Urlaub immer erreichbar."

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