Forchheim
Party

Forchheimer Fans auf Tuchfühlung mit den Stars der 90er Jahre

Die 90er Jahre waren ein musikalisch kunterbuntes Jahrzehnt. Das zelebrierten tausende Besucher am Samstag auf dem Jahn-Gelände. Spätestens beim Auftritt von Oli P. war bei den Fans kein Halten mehr.
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Hunderte Selfie-Wünsche erfüllte Oli P. seinen meist weiblichen Fans.  Fotos: Barbara Herbst
Hunderte Selfie-Wünsche erfüllte Oli P. seinen meist weiblichen Fans. Fotos: Barbara Herbst
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Es war eine musikalische Zeitreise zurück in die 90er Jahre. Dazu hatten die Veranstalter am Samstagabend im Rahmen der großen 90er-Party auf das Jahn-Gelände eingeladen. Mit auf der großen Bühne standen namhafte musikalische Dancefloor-Künstler dieses Jahrzehnts. Antenne Bayern-DJ und Moderator Florian Weiß, der sozusagen als DJ zwischen den einzelnen Live-Künstler-Auftritten als "Chef-Anheizer" fungierte, sorgte dafür, dass im großen achtstündigen 90er-Party-Mix kein "Chart-Breaker" fehlte, welcher nicht auch in den 90ern die Radiokanäle zum Glühen brachte.

Den Anfang machte Lazy Dee, der einzig verbliebene Sänger des damaligen Erfolgs-Trios "Mr. President", der unter dem Namen LayZee aka Mr. President gemeinsam mit Sängerin Erika auf der Forchheimer Bühne stand. Natürlich durfte auch der Chartbreaker "Coco Jamboo" nicht fehlen, der über mehrere Wochen den zweiten Platz der deutschen Charts im Jahre 1996 errang. Ursprünglich stammt Mr. President aus Bremen. Mr. President hatte mit Coco Jambo aber nicht nur ein One-Hit-Wonder, sondern konnte mit "I give you my heart", oder "JoJo Action" in den 90ern weitere weltweite Erfolge feiern.

In Forchheim sorgten Lazy Dee und Erika für ein grandioses Opening. Etwas schwerer hatten es drei Jungs von East 17, die in den 90er Jahren gemeinsam mit anderen Boybands wie Worlds Apart, Take That oder den Back Street Boys gefeiert wurden, wobei das Trio eher ein "Bad Boy-Image" anlastete und sie eher als die Rebellen unter den Boygroups galten. Mit "Stay another day, It´s allright, Steam, House of Love oder Thunder" hatten East 17 große Erfolge, die natürlich auch in Forchheim nicht fehlen durften.

Kate Ryan lässt Funke springen

Der sprichwörtliche Funke sprang auf das Forchheimer Publikum erst sehr spät über, obwohl sich das britische Trio John, Terence Mark und Robbie hier alle Mühen gaben, einen brillanten Auftritt hinzulegen. Der gelang dann der Belgierin Kate Ryan. Sie schaffte den internationalen Durchbruch aber erst in den 2000er Jahren, denn an Titel wie "Voyage Voyage", oder "Ella elle l"a" waren Ohrwürmer, mit denen die heute 38-Jährige große Erfolge feiern konnte. Gemeinsam mit ihren zwei Tänzerinnen sorgte sie in ihrem markanten schwarz-pinken Outfit nicht nur für einen Hingucker, sondern auch für einen akustischen Leckerbissen. Im Anschluss stand dann mit Oli P. der größte Publikumsliebling dieser Party auf der Bühne, beziehungsweise im Foto-Graben vor der Bühne. Zum Leidwesen der Security-Mitarbeiter ging Oli P. auf Tuchfühlung mit dem Publikum und erfüllte dort hunderte Handy-Selfie-Wünsche, denn die Anzahl der meist weiblichen Fans, die auf ein Selfie mit Oli P. drängten, war groß.

Obwohl der Sänger wegen einer Sommergrippe angeschlagen war, stand er "seinen Mann" und sorgte mit einer Auswahl seiner großen Hits (etwa "Flugzeuge im Bauch") nicht nur für beste Unterhaltung; der Frauenschwarm sammelte mit seinem Bad in der Menge auch jede Menge Sympathiepunkte, die ihm neben Blümchen zum beliebtesten Künstler an diesem Abend machten.

Für Bettina, die von Oliver Alexander Reinhard Petszokat, wie der Künstler mit bürgerlichem Namen heißt, für seinen Coversong "Das erste Mal tat"s noch weh", auf die Bühne geholt wurde und Händchen haltend über die Bühne schlenderte und angesungen wurde, war es ein Abend den die Frau so schnell nicht vergessen wird.

Dann folgte mit die "Gute-Launer-Macher" der Fun Factory der nächste Vertreter des Genres Eurodance. "I wanna b with you", "Celebration" oder "Doh wah diddy" waren die Hits mit denen die Truppe schon in den 90er Jahren beim Publikum punkten konnte.

Rapper aus Fürth

Es ging Schlag auf Schlag: Auch wenn die britische Sängerin Jacky Sangster seit 2001 das aktuelle Gesicht von Culture Beat ist, wissen nur die wenigsten, dass der rappende männliche Teil der aktuellen Besetzung aus Fürth stammt. Der beliebte "Mister Vain" schaute an diesem Abend gleich mehrfach im Rahmen des Auftritts des Duos vorbei. Bellini machte in den 90er Jahren besonders mit ihrem eigenen Song "Samba de Janeiro" von sich reden. Dieser durfte natürlich auch in Forchheim nicht fehlen.

Liebling Blümchen

Zu vorgerückter Stunde stand dann mit dem 90er Star Jasmin Wagner, besser bekannt unter dem Künstlernamen "Blümchen" ein weiterer Publikums-Liebling der Eurodance-Szene der 90er Jahre auf der Bühne. Den Abschluss einer genialen musikalischen Zeitreise bildete dann Masterboy, die mit ihren Chartbreakern wie "Feel the heat of the night" oder "Generation of love", die europaweite Dancefloor-Szene so richtig aufmischten und auch an diesem Abend mit nach Forchheim gebracht hatten. emt

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