Forchheim
Neubau

Forchheim: So werden die neuen Wohnungen im Katharinenspital

Der Senioren-Wohnkomplex in der Bamberger Straße soll durch ein Bistro und einer Quartiermanagerin zu einem Zentrum in der Innenstadt werden.
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Architekt Thomas Krügel führte durch die neuen Räume: Die Wohnungen sind zwischen 82 und 37 Quadratmeter groß.  Foto: Matthias Hoch
Architekt Thomas Krügel führte durch die neuen Räume: Die Wohnungen sind zwischen 82 und 37 Quadratmeter groß. Foto: Matthias Hoch
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Noch ist das Katharinenspital eine einzige große Baustelle. Doch am 1. März sollen die ersten Senioren in die neuen Wohnungen in der Bamberger Straße einziehen. Wie die älteren Menschen bald wohnen werden und wie das Katharinenspital zu einem lebhaften Zentrum für alle Forchheimer mitten in der Innenstadt werden soll, zeigte am Donnerstag die Projektleiterin Sigrun Wagner. "Im Katharinenspital wollen wir selbstbestimmtes Wohnen im Alter ermöglichen", erklärt sie.

Von der Bamberger Straße aus wird der barrierefreie Hauptzugang zur Wohnanlage sein. Im Innenhof vor dem Gebäude sollen Bänke und ein Tisch zum Verweilen einladen. "Seitlich gibt es eine kleine Freifläche mit zwei Bäumen, wo sich die älteren Menschen treffen und zum Beispiel Schachspielen können", verrät Architekt Thomas Krügel. Ein gepflasterter Weg wird über die neu gebaute Brücke zur angrenzenden Stadtbücherei führen. "So wird das Katharinenspital fußläufig mit dem Büchereivorplatz verbunden", erläutert der Architekt.

Im Erdgeschoss des Katharinenspitals entsteht auch eine Tagespflege des Bayerischen Roten Kreuzes mit 18 Plätzen, die mit der Wohnanlage verbunden ist. Außerdem ist ein "Stadtteiltreff" geplant: Ein großer Raum im Erdgeschoss, der als Bistro eingerichtet wird. Dort bietet das BRK künftig unter anderem einen Mittagstisch an. "Auch jeder ältere Mensch von außerhalb kann kommen, wenn er hier essen möchte", fügt Wagner hinzu. Vor dem Stadtteiltreff entsteht eine Terrasse mit einer kleinen Grünanlage. Eine Besonderheit: "Wir planen die alte Katharinen-Sandsteinfigur, die früher an der Hausfassade war, in der Mitte aufzustellen."

Quartiermanagerin soll Stadtteil beleben

Direkt neben dem Haupteingang wird das Büro der Quartiermanagerin liegen. "Sie wird sich um die Belange der Bewohner kümmern und die Wohnanlage auch nach außen hin vertreten", betont Wagner. Denn im Katharinenspital sollen auch Veranstaltungen für alle Forchheimer stattfinden. Die Stelle wird größtenteils von der Stadt finanziert. "Sie wird eine Art Eventmanagerin mit Schwerpunkt Senioren", erklärt der Kämmerer Deltef Winkler. Die Quartiermanagerin wird eine Frau, so viel dürfe verraten werden, aber sie soll erst noch offiziell vorgestellt werden.

Im neuen Katharinenspital entstehen 55 Wohneinheiten, von Einzimmer-Appartments bis Dreizimmerwohnungen, in die sich Menschen ab 60 Jahren einmieten können. Die größte liegt im Dachgeschoss und hat 82 Quadratmeter, die kleinste rund 37 Quadratmeter. 31 Wohnungen sind bereits reserviert. "Der Trend der Interessenten geht zu den Zwei-Zimmer-Wohnungen", verrät Projektleiterin Wagner. Zudem haben die Vereinten Pfründnerstiftungen neun so genannte "R-Wohnungen" bauen lassen. Die Zimmer sind speziell für Elektro-Rollstühle geeignet. "Leider haben wir bislang noch keinen Rollstuhlfahrer als Mieter", betont Wagner. Zwei Aufzugsanlagen sorgen für den barrierefreien Zugang zu den Wohnungen.

Der Neubau sei "relativ weit" und noch im Zeitlimit, erklärt Architekt Krügel. Auch die geplanten Kosten von 11,54 Millionen Euro können eingehalten werden. Die Senioren werden im Katharinenspital zwischen 9,96 und 14,84 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zahlen. Wenn Interessenten Sozialhilfe bekommen, können sie bei der Stiftung einen Antrag stellen und bekommen die Differenz erstattet, betont Wagner. "So können sich hier ältere Menschen einquartieren und ein bisschen Geld sparen."

Alle Forchheimer, die selbst einen Blick in die neue Wohnanlage werfen möchten, können am Sonntag, 25. November, in die Bamberger Straße 3 kommen. Die Vereinigten Pfründnerstiftungen laden am Kathreintag von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Tag der offenen Tür ins Katharinenspital ein.

Eine interaktive Übersicht, wie das neue Katharinenspital entstand:



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