Forchheim
Kulturerbe

Forchheim: Sanierung im Kellerwald soll intensiviert werden

Einige historische Kellergewölbe in Forchheim sind einsturzgefährdet. Nun winkt Unterstützung aus München, um die Baudenkmäler zu erhalten.
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Seit einigen Jahren stützen rote Balken den Bauernkeller im unteren Kellerwald. Mit Hilfe des Landesamtes für Denkmalschutz soll nun weitere Gewölbe in Forchheim erhalten werden. Foto: Barbara Herbst/Archiv
Seit einigen Jahren stützen rote Balken den Bauernkeller im unteren Kellerwald. Mit Hilfe des Landesamtes für Denkmalschutz soll nun weitere Gewölbe in Forchheim erhalten werden. Foto: Barbara Herbst/Archiv
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Der Schock saß tief: 2001 brach ein Stollen am Neder-Keller plötzlich ein. Damals stellte sich die Frage, ob der Forchheimer Kellerwald überhaupt noch genutzt werden kann.

Den Vorschlag des Bergamtes die Stollen dicht zu machen, folgte die Stadt glücklicherweise nicht. Stattdessen wurden vor drei Jahren die Gewölbe des Bauern-, Rappen- und Weiss-Taubenkeller saniert und können wieder betreten werden. Doch Klüfte im Fels und Sickerwasser bedrohen auch heute noch einige historische Gewölbe.

Am Dienstag wurde die Sanierung des Kellerwaldes wieder Thema im Planungsausschuss. Denn die Stadt Forchheim könnte hierbei auf Unterstützung durch das Landesamt für Denkmalschutz zählen. Vermittelt hat das der CSU-Landtagsabgeordnete Michael Hofmann in München.

In einem Schreiben an den Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) berichtet Hofmann, dass der bayerische Generalkonservator Mathias Pfeil interessiert sei, den Kellerwald zu erhalten.

Zunächst eine Voruntersuchung

Das Landesamt halte es zunächst für sinnvoll, "im Rahmen von Voruntersuchungen ein genaues Bild vom Sanierungsumfang" zu ermitteln. Außerdem werde sich das Denkmalschutzamt an den Kosten für die vorbereitende Überprüfung beteiligen. Hofmann verspricht, dass eine "beachtliche Förderung" durch das Landesamt in Aussicht stehe.

Die Möglichkeit auf eine bezuschusste Sanierung begrüßten die Stadträte im Planungsausschuss fraktionsübergreifend. "Bei einem Thema wie dem Kellerwald sind sich die Stadträte natürlich einig", stellte Grünen-Stadträtin Anette Prechtel fest. Der Planungsausschuss beschloss einstimmig, dass Forchheim nun wieder "vertieft in die Kellerwaldsanierung" einsteigen wird.

Auch weiterer Handlungsbedarf

Sobald die Fördermittel durch den Freistaat abgeklärt sind, sollen dafür außerdem erneut Gelder bereitgestellt werden. Bereits unter dem ehemaligen Referatsleiter Gerhard Zedler, früherer Chef des Forchheimer Bauamts, hat sich die Stadt an einem ähnlichen Forschungsprojekt zur Instandhaltung der Kellergewölbe beteiligt. "Wir sehen jedoch neben den Gewölben auch weiteren Handlungsbedarf im Forchheimer Kellerwald", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Büttner. Zusätzlich müssten auch die Gastronomie und die öffentliche Kellerwaldinfrastruktur modernisiert und attraktiver gemacht werd

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