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Forchheim: Neues Baulandmodell tritt bald in Kraft - Junge Familien sollen profitieren

Nach jahrelangen Diskussionen gilt in Forchheim bald das neue "flexible" Baulandmodell. Geförderter Wohnungsbau und junge Familien sollen davon profitieren.
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Die Dächer Forchheims: Mit der Bauverpflichtung des neuen flexiblen Baulandmodells soll auch neuer Wohnraum geschaffen werden. Foto: Stadt Forchheim
Die Dächer Forchheims: Mit der Bauverpflichtung des neuen flexiblen Baulandmodells soll auch neuer Wohnraum geschaffen werden. Foto: Stadt Forchheim

Das neu aufgelegte "flexible" Baulandmodell (FBM) tritt ab Mittwoch, 1. Mai, in Forchheim in Kraft, teilt die Stadt mit. Dieses neue "flexible" Modell soll der Baulandmobilisierung - so heißt es in der Präambel - sowie der Schaffung von Wohnbauflächen dienen. Ab dem 1. Mai wird es im Stadtgebiet angewendet und kombiniert ein Baulandmodell mit einem Wohnraummodell. Sofern das Baulandmodell als auch das Wohnraummodell nicht angewendet werden können, wird ergänzend ein Ablösemodell eingeführt, das speziell bei Nachverdichtungsvorhaben zum Tragen kommt.

Jahrelange Diskussion in der Stadt Forchheim

Vorausgegangen war eine jahrelange Diskussion in den Gremien der Stadt, bevor am 28. März 2019 der Stadtrat die endgültige Version des flexiblen Baulandmodells (FBM) sowie der Änderung der Vergaberichtlinien für die Vergabe von Baugrundstücken nach dem Baulandmodell der Stadt Forchheim abgesegnet wurde. Innerhalb der politischen Fraktionen hatte man letztlich einen Konsens gefunden, wie man in Zukunft die Ausweisung von Bauland, Nachverdichtungsvorhaben sowie die Vergabe der zukünftigen Bauplätze der Stadt regeln möchte.

Seit 1993 habe sich nichts geändert

Wichtig sei es laut Stadtverwaltung zu wissen, dass am grundsätzlichen Konzept des ursprünglichen Baulandmodells, das seit 1993 Gültigkeit hat, sich auch durch die Reform bis heute nichts Wesentliches geändert habe. Das Modell von 1993 sei seit seiner Verabschiedung in über zehn Baugebieten erfolgreich angewendet worden und sei deshalb auch allgemein anerkannt gewesen.

Neuerungen: Paritätische Verteilung und höhere Ablöse

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) erklärt, was nun neu ist: "Die wichtigste Neuerung am Baulandmodell, die im Beschluss vom 28. März von allen Fraktionen mit überwiegender Mehrheit getragen wurde, ist die paritätische Verteilung der Erschließungsflächen. Damit erreichen wir, dass je nach angewendetem Modell zwischen 43 und 48 Prozent der Flächen vor allem für den geförderten Wohnungsbau und junge Familien zur Verfügung steht. Die Ablösepreise erhöhen sich je nach Berechnungsformel von 75 Euro auf circa 120 Euro pro Quadratmeter Fläche." Bisher war der Ablösepreis festgeschrieben, nun ergibt sich der Ablösepreis in Abhängigkeit der jeweiligen Bodenrichtwerte.

Flächen innerhalb von fünf Jahren bebauen

In der Regel erhalten Grundstückseigentümer aus ihrer Bruttobaulandfläche nach Abzug der Erschließungsflächen und dem 25-prozentigen pauschalen Flächenabzug durch die Stadt Forchheim mindestens fünfzig Prozent ihrer Bruttofläche als Nettobauland zugeteilt. Grundsätzlich sind die Bauplätze im Zeitraum von fünf Jahren zu "verwerten". Das bedeutet, in dieser Zeit soll der Eigentümer damit beginnen, seinen Bauplatz selbst zu bebauen, ihn an Bauwillige verkaufen oder durch Erbbaurecht vergeben. Wer letztlich hier baut, ob der Eigentümer oder eben andere Bauwillige, spiele für die Stadtverwaltung keine Rolle. Je nach Fläche des Einwurfs verbleibt eine Mindestanzahl von Bauplätzen dem Eigentümer zur freien Verfügung.

Wohnraum für die Menschen in der Stadt schaffen

Oberbürgermeister Kirschstein ist sich sicher, dass von dieser Bauverpflichtung alle profitieren: "Nur so kann in absehbarer Zeit für die Menschen in der Stadt Wohnraum geschaffen werden. Mindestens 70 Prozent eines neuen Baugebietes werden innerhalb eines Fünf-Jahres-Zeitraums bebaut. Wenn Bauland ausgewiesen und für viel Steuergeld erschlossen wird, muss eben auch Wohnraum geschaffen werden. Das war bisher nicht der Fall."

Das flexible Baulandmodell (FBM) sowie die beschriebenen Vergaberichtlinien sind ab 1. Mai gültig und auf der Website der Stadt Forchheim www.forchheim.de abrufbar.

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