Forchheim
Beerdigung

Forchheim: Hunderte Menschen erweisen Alt-OB Franz Stumpf die letzte Ehre

Hunderte Bürger erwiesen dem Forchheimer Alt-Oberbürgermeister Franz Stumpf auf dem Weg zu seiner Beisetzung die letzte Ehre.
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Forchheim stand Spalier für Franz Stumpf und begleitete den Alt-Oberbürgermeister auf seinem letzten Weg. Fotos: Ronald Rinklef
Forchheim stand Spalier für Franz Stumpf und begleitete den Alt-Oberbürgermeister auf seinem letzten Weg. Fotos: Ronald Rinklef
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Die Bäume auf dem Friedhof hatten ihr erstes Grün angelegt, als unter dem Anteil Hunderter Menschen der ehemalige Oberbürgermeister Forchheims, Franz Stumpf, zu Grabe getragen wurde. Der Abschied war bewegend, und so manch einer wischte mehr oder weniger verstohlen eine Träne vom Auge. Ein Gesteck mit Wiesenblumen schmückte den Sarg und symbolisierte damit die Verbundenheit Stumpfs mit seiner fränkischen Heimat.

In der Kirche St. Martin waren zuvor insgesamt vier Nachrufe auf Franz Stumpf gehalten worden: Einer von seinem Nachfolger, dem amtierenden Oberbürgermeister Uwe Kirschstein, und einer von seinem politischen Wegefährten und Freund Franz Streit. Im Namen der Vereine erinnerte Walter Mirschberger an Franz Stumpf und seine Verbundenheit mit ihnen, der vierte Nachruf kam aus der Erlanger Studentenverbindung, der Stumpf bis zum Schluss ein treuer Bundesbruder war.

Die Gedenkseite mit allen Traueranzeigen und Nachrufen zum Trauerfall Franz Stumpf finden sie auf trauer.inFranken.de

Visionär Franz Stumpf: Er hat Forchheim verändert

Während Kirschstein Franz Stumpf als öffentliche Person würdigte, wurde er gleichzeitig sehr persönlich und ehrte die visionäre Kraft des Verstorbenen, mit der er Forchheim verändert, vorangetrieben und die Ausrichtung auf die Zukunft in den Vordergrund gestellt hatte. Franz Stumpf lagen mehrere Themenfelder am Herzen, von denen Wirtschaftsförderung, Gesundheit und Soziales nur die Herausragendsten waren.

Bürgermeister Franz Streit - wie Franz Stumpf ein echtes Forchheimer Gewächs und mit allen Wassern der Wiesent gewaschen - verabschiedete sich nicht nur sehr emotional von einem politischen Weggefährten, mit dem er bei der CSU Seite an Seite gestanden habe, sondern von einem echten Freund. Streit wies darauf hin, dass ohne Franz Stumpf an seiner Seite sein Leben ein anderes gewesen wäre.

Franz Stumpf, der von 1990 bis 2016 Forchheim seinen politischen Stempel aufgedrückt hatte und der mit 68 Jahren den Kampf gegen den Krebs verlor, "hinterlässt eine Lücke und wirkt durch sein Leben über den Tod hinaus, durch das, was er alles geschafft und erreicht hat", sagte Stadtpfarrer Martin Emge über den Altoberbürgermeister und Ehrenbürger, bevor sich viele Forchheimerinnen und Forchheimer persönlich am offenen Grab von Franz Stumpf verabschiedeten.

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