Forchheim
Stadthaushalt

Forchheim erwirtschaftet ein dickes Plus

Ein dickes Plus in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro weist der aktuelle Haushalt-Zwischenbericht aus. In diesem Jahr sei die Stadt erstmals in der Lage, die Abschreibungen zu erwirtschaften, sagte Kämmerer Gerhard Haagen.
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Konnte im Finanz-Ausschuss schwarze Zahlen zur Halbzeit-Bilanz des Stadthaushaltes präsentieren: Stadtkämmerer Gerhard Haagen (rechts) hier auf einer Archivaufnahme. Archivfoto: Josef Hofbauer
Konnte im Finanz-Ausschuss schwarze Zahlen zur Halbzeit-Bilanz des Stadthaushaltes präsentieren: Stadtkämmerer Gerhard Haagen (rechts) hier auf einer Archivaufnahme. Archivfoto: Josef Hofbauer
Sicher sind die Zahlen noch nicht. "Die Ergebnisse sind vorläufig", betonte denn auch Stadtkämmerer Gerhard Haagen bei der Präsentation des aktuellen Haushalt-Zwischenberichts am Dienstagabend im Finanzausschuss. Auch wenn die Zahlen sich noch verändern können: Die Aussichten für den Stadtsäckel schauen nach den Krisen-Jahren rosig aus.

Momentan, betonte Haagen also, weise der Haushalt einen Überschuss von rund 6,5 Millionen Euro aus. "Recht ordentlich", findet Haagen die Ergebnisse der Zwischenbilanz. Selbst wenn man die geplanten Abschreibungen und Sonderposten hinzurechne, bleibe der Stadt Forchheim auf der Habenseite ein Überschuss in Höhe von fast 1,8 Millionen Euro. Für den Stadtkämmerer sind diese trockenen Zahlen fast ein Grund zum Jubeln: "2013 sind wir erstmals in der Lage, unsere Abschreibungen zu erwirtschaften", sagte Haagen zufrieden.
Allerdings sei die Zwischenbilanz zum aktuellen Haushalt, wie gesagt, noch "mit vielen Unsicherheiten" behaftet.

Zahlen wecken Begehrlichkeiten

Trotzdem scheinen die guten Haushalts-Zahlen bei manchem Politiker schon Begehrlichkeiten zu erwecken. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Udo Schönfelder beispielsweise dachte laut darüber nach, was man mit den guten Einnahmen in der Königsstadt anfangen könne. Schönfelder schlug vor, die Förderung der Vereine wieder anzuheben, nachdem diese im Krisenjahr 2011 von der Stadt zurückgeschraubt wurde. Motto: Geht es der Stadt besser, müssen auch die Vereine in der Stadt davon profitieren.

Auf die Palme brachte dieser Vorschlag beinahe Schönfelders Gegenpart, Reinhold Otzelberger, den Fraktionsvorsitzenden der SPD. Erst würden sich die Fraktionen mühsam darauf einigen, den Stadthaushalt zu konsolidieren, und dann pfeife die CSU auf diesen Konsens. "Das erschüttert den Wert von Vereinbarungen der Fraktionen untereinander", ärgerte sich Otzelberger über den Vorstoß seines CSU-Kollegen im Finanzausschuss.

Lust zum Streiten hatten die Mitglieder des Finanzausschuss am Dienstag aber kaum. Das kleine Rededuell zwischen Schönfelder und Otzelberger führte zu keiner großen Debatte im Ausschuss.
Stattdessen wurden Zuschüsse der Stadt an das Junge Theater (12.300 Euro für notwendige Instandsetzungsarbeiten) und an das Evangelisch-lutherische Pfarramt (3200 Euro für die Sanierung des Glockenturms an der Christuskirche) einvernehmlich genehmigt.

Bierkeller werden saniert

Außerdem bewilligte der Ausschuss eine überplanmäßige Ausgabe für die Kreisumlage 2014, für die die Stadt in zwei Jahren rund 1,2 Millionen Euro mehr berappen muss. Warum? Erstens: Weil die Steuerkraft der Stadt gestiegen ist. Zweitens: Weil sich dadurch die Kreisumlage zwei Jahre später automatisch erhöht.
Außerdem gewährt die Stadt in ihrem Haushalt zusätzliche 50.000 Euro für die Kellersanierungen im Kellerwald.

Diese überplanmäßige Ausgabe belastet den Haushalt aber nicht, denn die Oberfranken-Stiftung hat bereits zugesagt, die Kosten für den Erhalt der Kulturdenkmäler in Forchheim zu übernehmen. Insgesamt sollen die Bierkeller für 100.000 Euro saniert werden.

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