Forchheim
Sanierung

Forchheim: Bastionsmauer bekommt brandneue Steine

Vor eineinhalb Jahren brannte neben der Kaiserpfalz eine Holzhütte lichterloh. Das Feuer auf der Bastion beschädigte das historische Gemäuer. Jetzt setzen Experten fachgerecht neue Steine ein. Wer die Kosten trägt, ist offen.
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Arbeiter vom Steinmetz-Betrieb Armin Nastvogel restaurieren aktuell die von einem Brand beschädigte Bastionsmauer. Foto: Stadt Forchheim
Arbeiter vom Steinmetz-Betrieb Armin Nastvogel restaurieren aktuell die von einem Brand beschädigte Bastionsmauer. Foto: Stadt Forchheim

Mit einem Kran schweben die Steine ein. Die Handwerker setzen die abgerundeten Blöcke nacheinander passgenau auf die Mauer. Seit dieser Woche wird das Bauwerk auf der Bastion direkt zwischen Saltorturm und Kaiserpfalz in Forchheim erneuert. Die Sanierung ist notwendig, weil vor genau eineinhalb Jahren ein Feuer auf der Bastionsmauer wütete, das die Steine in Mitleidenschaft gezogen hat. Die Stadt Forchheim ist nach wie vor in Verhandlung mit dem Versicherer, ob die Kosten von rund 50 000 Euro übernommen werden oder nicht.

Flammen mitten in der Nacht

Was war passiert? Es war mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag, 9. April 2018, als direkt neben der Kaiserpfalz die Flammen in den Nachthimmel schossen. Eine Holzhütte auf der Bastion zwischen dem Pfalzgebäude und dem Saltorturm war in Brand geraten. Die Einsatzkräfte der Forchheimer Feuerwehr verhinderten Schlimmeres und löschten den Großbrand, bevor er sich weiter ausbreiten konnte.

Die Ausschankhütte gehörte zum ehemaligen Kaiserstrand, der in den Sommermonaten auf der Bastion Getränke und Snacks servierte. Die Brandursache konnte die Polizei nicht ermitteln und somit keinen Schuldigen feststellen. Deswegen fühlten sich weder der Betreiber "Dinger und Boubaker" aus Erlangen noch der Haftpflichtversicherer verpflichtet die Sanierungskosten zu tragen.

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