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Haidhof
Wirtschaft

Firma CNC Hofmann in Haidhof wächst weiter

CNC Hofmann aus Haidhof erweitert die Nutzfläche enorm. Die Firma fertigt Metallbauteile in höchster Präzision.
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Roland Hofmann vor der Firma Foto: Franz Galster
Roland Hofmann vor der Firma Foto: Franz Galster
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Am Freitag, 29. Juni, lädt die Firma CNC Hofmann in Haidhof um 16.45 Uhr zu einem kleinen Richtfest ein. Sie erweitert ihre Nutzfläche um 2705 auf dann insgesamt 5826 Quadratmeter. Komplett bezugsfertig werden die Erweiterungsbauten im August dieses Jahres sein.

Sie bestehen aus zusätzlichen 1037 Quadratmetern Lagerflächen, 1000 Quadratmetern Produktions- und 668 Quadratmetern Montageflächen. Roland Hofmann beschäftigt in seinem Metallbearbeitungsbetrieb 77 Mitarbeiter aus der näheren Region, darunter neun Azubis. Seine Frau Martina ist Ansprechpartnerin für die Verwaltung und kümmert sich um ein ordentliches Zahlenwerk.

Der Werdegang des Betriebes ist gezeichnet von einem innovativen Mittelständler, der zeigt, was auf dem sogenannten flachen Land möglich ist. Die Geschichte seines jungen Unternehmens klingt wie in der klassischen Gründerzeit. "Ich schraubte schon immer gern und kreatives Arbeiten war auf dem Land möglich", sagt Roland Hofmann heute.


Ausbildung als Mechaniker

Deshalb absolvierte er die Ausbildung als Mechaniker in einem Großbetrieb und legte 1988 die Meisterprüfung als Industriemeister im Bereich Metall bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg ab. Nur eine Maschine zu überwachen, das war ihm dann doch zu wenig.

Bei einer kleinen Maschinenbaufirma in Nürnberg lernte er sein Handwerk umfassend, wechselte nochmals den Arbeitgeber und entdeckte hier die Möglichkeit, spezielle Gewindeanschlüsse selbst im heimatlichen Anwesen zu fertigen. Nach kurzer Risikoanalyse investierte er als 25-Jähriger sein ganzes Erspartes von 40.000 D-Mark 1989 für eine Metallkreissäge und eine Leit- und Drehmaschine. Die Firma war gegründet.


Dafür steht CNC

CNC steht für "Computerized Numerical Control", modernste Werkzeugmaschinen. Die Maschinen fanden Platz im Stall des stillgelegten landwirtschaftlichen Anwesens der Eltern. Schnell kamen namhafte Auftraggeber hinzu, so dass sich Hofmann entschloss, bereits 1990 gegen große Bedenken seiner Eltern seine erste CNC-Fräsmaschine anzuschaffen. 130.000 Euro, da brauchte es auch eine Bank, die das Risiko mittrug.

1992 stellte er mit Horst Hopfengärtner seinen ersten Mitarbeiter ein, der heute für ihn als Ausbilder tätig ist. 1995 erfolgte die Überführung in eine GmbH, 1999 die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9002.


Unternehmen wuchs rasant

Das Unternehmen wuchs rasant, die vorhandenen, ursprünglich landwirtschaftlichen Gebäude mit 390 Quadratmetern Fertigungsfläche und 268 Quadratmetern Lagerhalle reichten bald nicht mehr aus. Es ging dann Schlag auf Schlag: 2007 Bau einer neuen Produktionsstätte am jetzigen Standort auf eigenem Grundstück, 2008 Fertigstellung, 2010 weitere Zertifizierung, 2012 neue, partikelreduzierte Montagehalle, 2018 nochmalige Erweiterung um 2705 Quadratmeter, davon 1037 Lagerfläche, 1000 Produktionsfläche und 668 Quadratmeter Produktionsfläche.


Vielseitiges Spektrum

" Ziel war und ist es, anspruchsvolle Bauteile zu fertigen, die nicht jeder macht", sagt Roland Hofmann. Das Spektrum ist mittlerweile vielseitig geworden. Spezielle Teile in der Medizintechnik mit sensiblen Bereichen wie Hüftgelenke bis hin zu Teilen für den OP-Tisch erfordern höchste Präzision. Wichtige Kunden finden sich in Bereichen wie Automotive, Film oder bei Rettungsgeräten. Der Bereich Beschichtungstechnik, Reinigung oder Baugruppenmontage zeigt weiterhin das breite Feld der Aktivität.

Längst ist die Firma auf Messen in ganz Europa oder auch im arabischen Raum vertreten. "Jedes Jahr einen Großkunden gewinnen, das ist unser Ziel", erklärt Hofmann und verweist auf Wachstumsraten von 20 Prozent pro Jahr. Die Fertigungshallen sind bestückt mit modernster Technik. Toleranzen im Tausendstel-Millimeter-Bereich sind gefordert.

77 Mitarbeiter aus der unmittelbaren Umgebung finden hier ihren Lebensunterhalt. "Wir haben hier eine sehr geringe Fluktuation und zuverlässige Mitarbeiter aus der heimischen Region", stellt Roland Hofmann zufrieden fest. Er sieht einen wichtigen Beitrag darin, Arbeit zu den Mitarbeitern in die Region zu bringen. Der Altersschnitt liegt bei 29,8 Jahren. Umfangreiche Auszeichnungen bestätigen die Arbeit der Firma auf vielen Feldern einschließlich der Ausbildung der Mitarbeiter.

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