Effeltrich
Gemeinderat

Feuerwehrhaus in Gaiganz wird erweitert

In Gaiganz fehlt ein normgerechter Stellplatz für den Mannschaftstransportwagen. Das Gebäude erhält einen Anbau. Bei der Gestaltung der Außenanlagen der Schule in Effeltrich soll jede Möglichkeit zur Begrünung genutzt werden.
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Das Feuerwehrhaus in Gaiganz Foto: Dagmar Niemann
Das Feuerwehrhaus in Gaiganz Foto: Dagmar Niemann

In der Gemeinderatssitzung in Effeltrich ging es um die Beauftragung eines Stadtplaners für die städtebauliche Weiterentwicklung des Ortskernes, um die Verschönerung des Außenbereichs der Grundschule und um den Antrag auf Erweiterung des Feuerwehrhauses in Gaiganz.

Mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) waren 2017 Pläne zur Sanierung und Verschönerung des Ortskerns entwickelt worden. Um die verschiedenen innerörtlichen Maßnahmen voranzutreiben und zu koordinieren, will die Gemeinde nun einen Stadtplaner engagieren. Dieser soll zuerst ein Sanierungskonzept nebst einer Sanierungssatzung erarbeiten; beides benötigt die Gemeinde, um in den Genuss staatlicher Fördermittel durch die Städtebauförderung zu kommen.

Zwei Stadtplaner hatten auf die Ausschreibung geantwortet. Beide waren zu der Sitzung geladen, um sich und ihr Unternehmen vorzustellen: Dieter Blase vom Topos-Team-Stadtplanung (Nürnberg) und Franz Ulrich vom "Plan und Werk", Büro für Städtebau und Architektur (Bamberg).

Beide berichteten bildunterstützt über Projekte in der Region, die sie bereits realisiert hatten. Sie legten dar, wie sie die Sanierung in Effeltrich begleiten und die Bürger einbeziehen würden, in welcher Reihenfolge man ihrer Meinung nach vorgehen müsse. Die Räte stellten zahlreiche Fragen; eine Entscheidung wurde ad hoc nicht getroffen. In der nächsten Woche soll entschieden werden, welches der beiden Planungsbüros den Zuschlag erhalten wird.

Im Zuge der Generalsanierung der Effeltricher Schule soll auch der gesamte Außenbereich verschönert werden, das heißt der Schulhof und die Außenanlagen rings um die Schule herum, entlang des Rosenweges und einschließlich des Geländes hinter der Schule am Bach.

Landschaftsarchitektin

Die Verwaltung hatte bei mehreren Landschaftsplanern angefragt und die Aufgabenstellung durchgegeben; drei Büros schickten Angebote, also Pläne und Kostenprognosen. Den Zuschlag erhielt die Landschaftsarchitektin Karin Nißlein (Höchstadt/A.). Sie stellte ihren Entwurf in der Sitzung vor. Er zeichnet sich dadurch aus, dass jede Möglichkeit zur Begrünung genutzt wird: So gibt es zum Beispiel ein "Grünes Klassenzimmer", einen Schulgarten, Hochbeete und Hecken, in denen die Kinder sich verstecken können. Auch die vorhandenen Bäume werden sinnvoll einbezogen. Spielbereiche mit vielerlei Geräten zum Balancieren, Klettern und Schaukeln, aber auch Ruhebereiche zum Ausruhen oder Lesen sind vorgesehen.

Die Räte zeigten sich sehr beeindruckt und zufrieden mit dem Entwurf. Bedenken hinsichtlich der Kosten - diese werden sich voraussichtlich auf 546 000 Euro belaufen - wurden zunächst zurückgestellt, da man vor allem erst einmal für den FAG-Antrag (Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz) zur Generalsanierung der Schule, der zeitnah gestellt werden muss, eine Kostensumme benötigt.

Vor der Umsetzung des Entwurfs könne man immer noch überlegen, wo Einsparungen möglich seien, beruhigte Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL). Daraufhin beschloss der Gemeinderat einstimmig, dem vorgestellten Entwurf zuzustimmen.

Stützträger ist nötig

Die FFW Gaiganz hatte Mitte Juni mitgeteilt, dass sie das Feuerwehrhaus durch einen Sachverständigen habe prüfen lassen. Dabei habe sich herausgestellt, dass ein Stützträger eingezogen werden müsse und dass die Heizungsanlage sowie die Fenster und die Haustür erneuert werden müssten. Außerdem habe Kreisbrandrat Oliver Flake schon im April 2018 schriftlich darauf hingewiesen, dass ein normgerechter Stellplatz für den Mannschaftstransportwagen fehle.

Dieses Problem könnte nach Meinung des Feuerwehrkommandanten Christian Voit durch einen Anbau an das Feuerwehrhaus gelöst werden. Gemeinderat Norbert Giersch (FW) schlug vor, das Architekturbüro Norbert Siewertsen (Baiersdorf) zeitnah mit der Sanierung und Erweiterung zu beauftragen, da dieser sich das Feuerwehrhaus schon einmal genauer angeschaut habe. Deshalb beschlossen die Räte einstimmig, dem Architekten Siewertsen den Auftrag zu erteilen.

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