Kunreuth
Jubiläum

Feuerwehr Kunreuth feiert mit einem langen Festzug

Einen farbenprächtigen und schier nicht enden wollenden Festzug hat die FFW Kunreuth zu ihrer 150-Jahr-Feier aufgestellt.
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Der Festzug in Kunreuth Foto: Franz Galster
Der Festzug in Kunreuth Foto: Franz Galster
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Die Freiwillige Feuerwehr Kunreuth feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit einem glänzenden Fest und mit ihr viele weitere Vereine des Landkreises Forchheim. Mehr als hundert Feuerwehren und befreundete Vereine fanden sich zum großen Festumzug ein. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als sich die Teilnehmer am Nachmittag mit Fahnen am Haus von Landrat und Schirmherrn Hermann Ulm (CSU) zum schier endlos scheinenden Zug durch den Ort aufstellten. Einen Höhepunkt bildete dabei die von der Jugend renovierte erste Feuerwehrspritze der Geburtstagswehr aus dem Jahre 1883. Schöne bunte alte Trachten oder auch Trägerinnen von wertvollen Hochzeitskronen lockerten das Bild auf. Zahlreiche Prominenz begleitete den Zug, der gerade am Fachwerkensemble des Ortes ein besonders symbolhaftes Bild bot. Viele Zuschauer säumten die Straßen von Kunreuth.

Im großen Festzelt

Das große Festzelt konnte nach dem Fahneneinzug die vielen Gäste kaum fassen. Hans Jürgen Held begrüßte als Vorsitzender der Jubelwehr die Gäste und machte klar, dass es keine langatmigen Grußworte geben werde. Man hielt sich sehr diszipliniert daran. Unter den vielen prominenten Gästen hieß er vor allem den Schirmherrn willkommen. Von politischer Seite zeigten der Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn (CSU), der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und MdB Andreas Schwarz (SPD) Flagge. Unter den weiteren Ehrengästen nannte er unter anderen Altbürgermeister und Ehrenmitglied Helmut Ulm sowie Ehrenmitglied Hans Rackelmann. Der Pfarrer Jochen Müller hatte bereits am Vormittag den Blaulichtgottesdienst im Festzelt ökumenisch mitgestaltet. "Das habt ihr großartig gemacht", zollte Schirmherr Hermann Ulm dem Jubelverein für die Ausrichtung des Festes großen Respekt. Ulm selbst gehört der Feuerwehr in seinem Heimatort - trotz seiner vielen offiziellen Verpflichtungen als Landrat - aktiv an. Er nennt sie gerne "meine Wehr". Kurz reflektierte er die Höhepunkte des Jubelfestes mit der eindrucksvollen Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrtages als Auftakt, der Jugendolympiade, dem Programm mit Kreisfeuerwehrtag, dazwischen zwei unterhaltsame Abende mit Musik und fränkischer Comedy. Die Sparkasse Forchheim trat als Hauptsponsor auf. Ihr Vorstandsvorsitzender Ewald Maier gratulierte der Wehr mit einem eigens verfassten Gedicht. "Der Lohn ist karg, sie bekommt keine Mark", würdigt er an einer Stelle den Einsatz der Männer und Frauen für ein Amt, das die Gemeinschaft zusammenhalte.

Grußworte

Mit einem besonderen Gruß an Altbürgermeister Helmut Ulm schloss sich Bürgermeister Konrad Ochs an. Auf die Jubelwehr sei er stolz, eine Wehr, die wisse, mit Wasser umzugehen. Für die Patenwehr aus Ermreus gratulierte Vorsitzender Bernd Distler, für die Patenwehr aus Weingarts die Vorsitzende Theresa Kaul.

Einladung des Grafen

Albrecht Graf von Egloffstein erinnerte an das 100. Gründungsfest der Wehr, als er sich, noch Student, im Schloss von Kunreuth niederließ. Er lud den Jubelverein zum Familiensitz nach Pappenheim ein. Hans Jürgen Held versäumte es nicht, den sechs Musikgruppen für ihre Begleitung beim Festzug zu danken. In Kunreuth, wo es bergab und bergauf gehe, sei das Spielen unterwegs besonders anstrengend. Den musikalischen Ausklang gestaltete die Festkapelle aus Weingarts. Auf Jubiläumsgeschenke der Vereine wurde zugunsten einer Spende für den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes verzichtet, mit dem schwerkranken Menschen ein letzter Besuchswunsch erfüllt werden kann.

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