Hundshaupten
Rettungswesen

Feuerwehr Hundshaupten hat neuen 4,2-Tonner - auch wegen Wildpark und Schloss

Die Freiwillige Feuerwehr Hundshaupten hat ein neues Fahrzeug - mit mobiler Tragkraftspritze, Tauchpumpe und Stromgenerator.
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Das neue Feuerwehrfahrzeug wird vorgestellt. Foto: Feuerwehr
Das neue Feuerwehrfahrzeug wird vorgestellt. Foto: Feuerwehr
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Mit einem "Herbstfest" feierte die Freiwillige Feuerwehr Hundshaupten die Weihe des neuen Fahrzeuges, einer mobilen Tragkraftspritze, die zudem mit Tauchpumpe, Stromgenerator und einer Beleuchtung mit modernen LED ausgestattet ist.

Rund 75.000 Euro kostet das Fahrzeug, das die Forchheimer Firma Compoint auf Basis eines Ford Transit mit fünf Sitzplätzen ausgestattet hat. 170 PS sorgen für einen "zeitgemäßen Transport auf unseren Bergstraßen", sagte Kommandant Peter Stodolka. Die Tauchpumpe, die auf höher gelegenen Orten wie Hundshaupten normalerweise nicht gebraucht wird, "ist Teil des Verbundes mit anderen Feuerwehren der Region", erläuterte der Kommandant. Sie soll vor allem bei technischen Hilfeleistungen in Einsatz kommen, beispielsweise nach einem starken Regenfall. Er freute sich besonders darüber, dass die Feuerwehr Hundshaupten endlich mal ein neues Fahrzeug in Empfang nehmen konnte. "Das spornt den Ehrgeiz der jungen Leute besonders an", meinte er stolz. Über sieben Nachwuchsleute, darunter eine Frau, freut sich der Kommandant dabei besonders.

Zusatzausbildung notwendig

Einziger Wermutstropfen: Mit einem Gewicht von 4,2 Tonnen müssen junge Fahrzeuglenker eine Zusatzausbildung absolvieren, damit sie das Fahrzeug fahren dürfen. Ältere Feuerwehrler, die noch den alten "Dreier"-Führerschein haben, können bis 7,5 Tonnen fahren. Der Egloffsteiner Bürgermeister Stefan Förtsch (FWA/CSU) fand das Fahrzeug genau richtig dimensioniert: "Besonders im Hinblick auf den Wildpark mit seinen täglich 400 Gästen und auf das kulturhistorisch sehr wertvolle Schloss Hundshaupten, ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft, ist eine gute Feuerwehrausrüstung von sehr großer Bedeutung." Kein Wunder also, dass sich die Schlossherren, die Familie des Heinrich Freiherr von Pölnitz, an der Renovierung des Feuerwehrhauses beteiligte. Kreisbrandinspektor Markus Wolf hielt eine kurze Rede. Gemeinderat Horst Vogel erinnerte an die zehn Jahre andauernden Bemühungen um ein neues Fahrzeug. Der Pfarrer Matthias Haag von der Kirchengemeinde Hetzelsdorf hatte seinen Posaunenchor mitgebracht (Leitung Bernhard Löw), um das Fahrzeug im Verlauf eines Gottesdienstes, der im Hof der Familie Leibinger stattfand, zu weihen. Als Talisman und Schutz für das Auto und seine Insassen überreichte er ein hölzernes Kreuz aus Bethlehem. Im Rahmen des Herbstfestes dauerten die Feierlichkeiten den ganzen Tag. Nachmittags stand eine Feuerwehr-Fahrzeugschau auf dem Programm und es wurden Spiele für Groß und Klein geboten.



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