Ebermannstadt
Kirche

Feuerstein verabschiedet Diözesanjugendpfarrer Pötzl

Viele Weggefährten bedankten sich einfallsreich bei Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl. Er wird im Jugendhaus Burg Feuerstein eine große Lücke hinterlassen.
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Neben Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl wurden am vergangenen Wochenende auf Burg Feuerstein auch die Weltfreiwilligen verabschiedet, die ein Jahr im Erzbistum verbracht haben.  Foto: Mirjam Stumpf
Neben Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl wurden am vergangenen Wochenende auf Burg Feuerstein auch die Weltfreiwilligen verabschiedet, die ein Jahr im Erzbistum verbracht haben. Foto: Mirjam Stumpf
"Heute hier, morgen dort": Das bekannte Lied von Hannes Wader passte gut in die Kirche des Jugendhauses Burg Feuerstein. Dort fand während und nach dem Gottesdienst sowohl die Verabschiedung von Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl als auch die der vier Gäste aus dem Senegal und Tansania statt. Sie hatten im Rahmen des Weltfreiwillgendienstes ein Jahr in Deutschland verbracht. Dafür kamen die Feuersteingemeinde sowie aktive und ehemalige Ehrenamtliche zusammen.

Auf einem bunten Sessel durfte Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl nach dem Gottesdienst Platz nehmen und eine Bilderdiashow über seiner Zeit im Jugendhaus Burg Feuerstein anschauen. "Du hast der Seelsorge auf dem Feuerstein ein Gesicht gegeben", war dabei nur eines der Dankesworte, die mit den Bildern einhergingen.
Zwölf Jahre lang war Pötzl Stiftungsratsvorsitzender, außerdem Vorsitzender des Diözesanjugendwerks Burg Feuerstein sowie seit 2009 dort auch Rector ecclesiae.

Im September wird er in die Pfarrei Teuschnitz wechseln. Auch drei Mitglieder des Stiftungsrats ließen Pötzl ihren Dank zukommen. Um einen Bistrotisch stehend imitierten sie ein Gespräch über mögliche Gesten zum Abschied ihres Vorstands, wobei sie mit Witz auf seine Eigenheiten sowie typische Sätze beispielsweise in den Gottesdiensten eingingen.


Persönliche Abschiedsworte

Beim Verlassen der Kirche hatte jeder Besucher die Möglichkeit, eine Karte mit persönlichen Abschiedsworten zu verfassen und sie mit einem Luftballon im Burghof Richtung Himmel steigen zu lassen, in der Hoffnung, dass die ein oder andere ihren Weg in die neue Pfarrei findet. "Die Postkarte soll wie eine Brücke zwischen Teuschnitz und dem Feuerstein sein", sagte Gabi Kaulen, Mitarbeiterin auf Burg Feuerstein.

Sie könne auf viele Jahre der guten Zusammenarbeit zurückblicken. Am Diözesanjugendpfarrer schätze sie vor allem seine Leichtigkeit und das Vermögen, "Dinge nicht zu verkomplizieren": "Mir sagt das Bild von Kirche, das Detlef Pötzl zu vermitteln versucht, sehr zu. Durch Vielfalt und Weite versucht er, jeden Einzelnen zu erreichen. Dabei hat er die Sprache des Bildes bevorzugt und sich etwas Verspieltes immer bewahrt."

Doch nicht nur Pötzl wurde verabschiedet. Für vier junge Frauen aus dem Senegal und Tansania endeteihr Weltfreiwilligendienst im Erzbistum Bamberg. Ein Jahr lang verbrachten sie an verschiedenen Orten der Diözese und sammelten Erfahrungen im fremden Land.

Marcelline Cisse war eine der beiden Freiwilligen, die auf Burg Feuerstein arbeiteten. Sie freue sich bei ihrer Rückkehr auf Freunde und Familie. "Vermissen werde ich hier die Arbeit mit Kindern und auch die Gottesdienste", fasste sie ihre Erlebnisse zusammen. Nicht nur auf die neuen Freiwilligen kommt viel zu, auch auf Martina Stamm, die seit kurzem Referentin für den Weltfreiwilligendienst ist: "Ich bin sehr neugierig, die Freiwilligen mit ihren verschiedenen Charakteren kennenzulernen und sie zu begleiten", sagte sie. Bei einem gemeinsamen Grillen wurden noch einige Dankesworte ausgetauscht. Die Weltfreiwilligen würden Spuren hinterlassen, so Kaulen. Das gelte auch für den Abschied Pötzls. red
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