Ebermannstadt
Feldbrand

Feuer-Inferno auf der Langen Meile

130 Feuerwehrleute und viele Landwirte kämpften gegen brennende Strohballen. Das Feuer drohte bereits auf den Wald überzugreifen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Heuballen mussten einzeln gelöscht werden.Foto: News 5
Die Heuballen mussten einzeln gelöscht werden.Foto: News 5
+2 Bilder
Einen langwierigen und vor allem schweißtreibenden Einsatz hatten am Samstag, 11. August die Feuerwehren am Rande der fränkischen Schweiz zu bewältigen. Gegen 14 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim der Brand von sechs bis acht Heuballen auf der "Langen Meile" bei Neuses-Poxstall gemeldet.
Ein Passant hatte aufsteigenden Rauch bemerkt und zunächst den Besitzer der Heuballen verständigt. Da eigene Löschversuche nicht ausreichten und sich das Feuer aufgrund der Trockenheit beziehungsweise des Windes rasend schnell ausbreitete, wurde die "Integrierte Leitstelle" verständigt.


Zwölf Wehren im Einsatz

Als die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren Niedermirsberg und Neuses-Poxstall an der Einsatzstelle eintrafen, hatte der starke Wind den Brand bereits so angefacht, dass rund hundert Heuballen bereits nahezu im Vollbrand standen und das Feuer auf den angrenzenden Wald überzugreifen drohte.
Immer mehr Feuerwehren wurden alarmiert. Zahlreiche Landwirte aus der Umgebung machten sich mit ihren Traktoren und Güllefässern ebenfalls auf den Weg, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Diese Fässer wurden durch Feuerwehren, unter anderem auch an der Wiesent, gespeist und brachten im Pendelverkehr pro Fahrt rund 110 000 Liter Wasser an die Einsatzstelle. Zusätzlich waren weitere Tank- bzw. Löschfahrzeuge im Pendelverkehr eingebunden.
"Ohne diese Unterstützung wären die Feuerwehren allein machtlos gewesen" gesteht Kreisbrand Oliver Flake, der sich selbst vor Ort ein Bild machte. Der Einsatz der Landwirte sei daher nicht hoch genug einzuschätzen. Um die brennenden Heuballen komplett ablöschen zu können, mussten sie komplett auseinandergenommen werden. Hierbei kamen zusätzliche Traktoren und ein Bagger zum Einsatz. Stück für Stück wurde das Heu auf einer angrenzenden Wiese verteilt und abgelöscht. Teilweise wurden die Glutnester direkt mit dem Wasser aus den Güllefässern gelöscht. Zum Einsatz kamen auch so genannte Faltbehältern und Tragkraftspritzen.
Insgesamt waren rund 130 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner inne. Er wurde von Kreisbrandrat Oliver Flake und den Kreisbrandmeistern Franz-Josef Hetz und Michael Wölker unterstützt. Um die Versorgung der Kräfte kümmerte sich die BRK Bereitschaft aus Forchheim.
Die Ortswehr übernahm abschließend die Brandwache. Insgesamt waren zwölf Feuerwehren im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin.
Verletzte wurde niemand. Dem Landwirt entstand ein Sachschaden von rund 6000 Euro. Hinweise auf eine Brandstiftung ergaben sich nicht.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren