Kirchehrenbach
Kirche

Festprediger Abt Michael würdigt den heiligen Bartholomäus in Kirchehrenbach

Zwischen Münsterschwarzach und Kirchehrenbach besteht seit 60 Jahren eine besondere Verbindung. Das wurde am Patronatsfest wieder deutlich.
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Nach dem Festgottesdienst trug Abt Michael das Allerheiligste in einer Prozession durch den mit Blumen und Fähnchen geschmückten Ort.  Foto: Bernd Goldberg
Nach dem Festgottesdienst trug Abt Michael das Allerheiligste in einer Prozession durch den mit Blumen und Fähnchen geschmückten Ort. Foto: Bernd Goldberg
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Das Patronatsfest des heiligen Bartholomäus war ein Feiertag für die Katholiken in Kirchehrenbach. Mit festlichem Fahnenschmuck am Aufgang zum Kirchenportal grüßte die überlebensgroße Statue des Kirchenpatrons die Gottesdienstbesucher. Sieben Geistliche, in ihrer Mitte Abt Michael aus Münsterschwarzach, zogen - angeführt von den Ministranten - unter dem Läuten der Glocken und feierlichem Orgelspiel von Susanne Heid aus Hundsboden - begleitet durch das Trompetenspiel von Thomas Seiler aus Weilersbach - in das festlich geschmückte Gotteshaus. Neben vielen Gläubigen hatten sich auch die Vertreter der politischen Gemeinde, des Pfarrgemeinde- und Kirchenrats sowie die Fahnenabordnungen der Ortsvereine, Trachtenfrauen und viele Kerwaburschen zum Pontifikalamt eingefunden.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Gebhardt im Namen von Ortspfarrer Oliver Schütz und der kirchlichen Gremien alle Kirchenbesucher und ganz besonders Abt Michael Reepen, den Vorsteher der Abtei Münsterschwarzach, den er auch als Hauptzelebranten und Festprediger willkommen hieß. Konzelebranten waren Pfarrer i. R. Josef Kraus aus Kirchehrenbach, Pfarrer Björn Wagner aus München, Pfarrer Andreas Seeliger aus Naila und Kaplan Michael Polster aus Neunkirchen am Brand.

Seit 60 Jahren

Zwischen Münsterschwarzach und Kirchehrenbach bestehe schon seit 60 Jahren eine besondere Verbindung, sagte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Mit Bruder Isidor Bütterich, der in der Mission in Tansania wirkt, Bruder Anselm Schütz, der als Baumeister hauptsächlich in Südkorea tätig war, und Pater Dominikus Trautner, der als bekannter Organist und Musiker die Welt bereist, gehören drei Kirchehrenbacher der Abtei Münsterschwarzach an. Den beiden Letzteren galt sein Willkommensgruß ganz besonders.

Vortragekreuz aus der Klosterwerkstatt

Auch durch Gebet und Spenden vieler Gläubiger und Kirchehrenbacher Einrichtungen wird das Kloster immer wieder tatkräftig unterstützt. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit mit Münsterschwarzach ist das Vortragekreuz, vorne am Altare stehend, aus der Werkstatt des Klosters zu nennen. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende bedankte sich mit einer Spende an die Abtei und etwas "Hochprozentigem" aus Kirchehrenbach bei Abt Michael für dessen Kommen.

Im Gottesdienst sorgten Volksgesang im Wechsel mit Orgelspiel und Trompetensolo für den festlichen Rahmen des Pontifikalamtes. Hauptzelebrant und Festprediger Abt Michael verglich in seiner Predigt das Leben und den Tod des heiligen Bartholomäus mit dem Leben und Sterben vieler Christen in der Welt von heute. Auch heute gebe es Christenverfolgungen, die mit dem Märtyrertod endeten. Besonders hätten die Missionsbenediktiner in den 1950er Jahren in Nordkorea gelitten, seien hingerichtet beziehungsweise vertrieben worden. Dieser Märtyrertod sei aber nicht umsonst gewesen, sondern habe dazu geführt, dass im Süden, in Südkorea, der christliche Samen aufgegangen sei und blühende christliche Gemeinden mit Kirchen und Klöstern entstanden seien.

Aus Kirchehrenbach nach Südkorea

Bruder Anselm Schütz aus Kirchehrenbach habe dort seit seiner Missionsaussendung 1967 mit seinen Kirchenbauten ganz konkret den Glauben an Christus in Südkorea verkündet. Auch in anderen Ländern, so Abt Michael, gebe es bis heute noch Christen, die verfolgt würden und für Christus sterben.

Gerade in der Eucharistiefeier sollten die Menschen an das Schicksal verfolgter Christen denken und für sie beten. Das Patrozinium des heiligen Bartholomäus, sein Märtyrertod und der Märtyrertod vieler Christen heute in vielen Ländern sollten Mut machen, den Glauben in Kirchehrenbach miteinander als Christen zu bekennen und zu leben. Nach dem Festgottesdienst trug Abt Michael das Allerheiligste in einer Prozession durch den mit Blumen und Fähnchen geschmückten Ort. Zu Ehren des heiligen Bartholomäus trugen vier Feuerwehrleute die prächtig geschmückte Statue des Heiligen durch den Ort. Mit dem "Te Deum" und dem eucharistischen Segen endete der kirchliche Festtag.

Kirchenparade

Eine Kirchenparade zum traditionellen Frühschoppen in der Kirchweihzone, musikalisch begleitet von der Kapelle des Musikvereins, der Feuerwehr Kirchehrenbach, den Fahnenabordnungen der Vereine, den Trachtenfrauen, den Honoratioren der Gemeinde, Mitgliedern des Rates der Partnergemeinde Hassel/Weser zusammen mit Abt Michael, Ortspfarrer Michael Schütz und weiteren Geistlichen, rundete den Festtag in Kirchehrenbach ab.

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