Forchheim
Glosse

Fensterbrettla: Der Wahlplakate Wahnsinn

"Beginn jeden Tag mit einem Lächeln!" Diesen Satz hat eine junge FT-Mitarbeiterin vor zwei Jahren auf einem Schreibtisch in der Redaktion hinterlassen. In diesen Tagen erfüllt er sich auf drastische Weise. Jeder Tag beginnt jetzt mit einem tausendfachen Lächeln.
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Auf dem Weg in die Stadt grinst es von allen Seiten: Wahlplakat-Lächel-Terror. Waldmann hier, Hofmann dort. Und wo ein Glauber noch Platz lässt, büttnert und schrollt es. Kein Laternenmast, der nicht politisch unterbaut wäre. Und damit nicht genug. Die Grünen folgen ihrer Natur und suchen die Nähe zu selbiger. Sie nutzen auch gerne mal einen Baum, um ihre Kandidaten ins grüne Licht zu rücken. Allemal besser als jene rechte Partei, die ihre Plakate bewusst so hoch hängt, dass sie keiner erreichen - sprich beschädigen - kann. Bloß nicht hochschauen!

So viele Anschläge sind ein Anschlag auf das menschliche Gehirn! Und selbst eine harmlose Theater-Ankündigung, die es irgendwie geschafft hat, im Wahlplakate-Dschungel zu überleben, wird politisch aufgeladen. "Was ihr wollt" - erst in der Kaiserpfalz am 16. August und später an den Urnen am 15. und 22. September!
Da schüttelt es Shakespeare. Und den derart penetrierten Menschen gefriert das Lächeln im Gesicht. Bald wird sicher ein Zettel mit dieser Botschaft in der Redaktion zu finden sein: "Beginn jeden Tag mit nackten Laternenpfosten!"
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