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Forchheim
Kirche

Erzbischof ruft beim Don-Bosco-Fest zu mehr Optimismus auf

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick besuchte das Don-Bosco-Pfarrfest in Forchheim und fand kritische Worte zum Umgang mit Flüchtlingen.
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Einfach fröhlich sein wie Don Bosco Foto: Franz Galster
Einfach fröhlich sein wie Don Bosco Foto: Franz Galster
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"Komm herein, komm herein, Don Bosco lädt uns ein", stimmte die Musikband "Free Spirit" freudig und beschwingt in der Kirche Don Bosco in Forchheim ein. Viele junge Familien füllten die Pfarrkirche. Die Pfarrei Don Bosco feierte ihr jährliches Pfarrfest, das dieses Mal unter besonderen Vorzeichen stand: Pfarrer Salesianerpater Heinz Weierstraß begrüßte mit seinem priesterlichen Mitarbeiter Pater Richard Brütting den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zum Pontifikalamt.

Es galt an diesem Tag auch 100 Jahre Präsenz der Salesianer in Deutschland zu feiern. Dem Erzbischof war es wichtig, die neue Besetzung der Pfarrei Don Bosco zu besuchen. Er freute sich, unter seinen Mitbrüdern auch den ehemaligen Pfarrer Pater Josef Brandl und Pater Jan Burkardt von der Brudergemeinschaft in Bayreuth zu sehen.

Der Gottesdienst war getragen von jugendlicher Freude und Leichtigkeit. So führte eine Gruppe von Jugendlichen vor dem Altar ein Singspiel auf. "Heute widmen wir uns Don Bosco, wie macht er das", fragten sie. Dazu gehörte das Motto "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen", das der Kinderchor Don Bosco gesanglich untermalte.


Oberministrant sagt an

Der Oberministrant Simon Herden machte dazu die Ansagen. Julian Lüttich spielte den lustigen Don Bosco, den entlang der roten Lebenslinie auch kritische Balanceakte nicht aus der guten Stimmung bringen konnten, der die Situation immer positiv annahm. Symbolhaft übergeben Herden und Lüttich dem Erzbischof anschließend eine Don-Bosco-Figur. "Christen sind wie Vögel, die auch dann nicht aufhören zu singen, wenn der Ast abbricht, denn Gott fängt sie auf", sagte Erzbischof Ludwig Schick.

Die Botschaft der Freude, des Optimismus und der Zuversicht macht er fest am Leben von Don Bosco, der auch zwei Ordensgemeinschaften gegründet hat. Don Bosco, legte Schick dar, war voller Optimismus und steckte damit auch andere an. Optimismus habe heute oft einen anderen Klang. Optimismus komme von optimieren. Heute gebe es zu viele Bedenkenträger und zu wenige Optimisten.

Flüchtlinge und Ängste vor Fremden, Finanzen, demographische Entwicklung, zu viele Verweigerer in Europa, dies waren nur wenige Begriffe, mit denen der Erzbischof einen weiten kritischen Bogen über die heutige Stimmung schlug. "Wir schaffen das", wie von der Bundeskanzlerin gesagt, sei vielleicht zu ungenau. Aber es habe Bedeutung. Wir bräuchten Menschen, die glauben, dass wir es in vielen Lebenslagen schaffen. "Warum können nicht wir unsere Traditionen weitergeben", mahnt er Zuversicht an.

"Don Bosco war Optimist, weil er optimiert. Lassen wir uns von ihm inspirieren", machte der Erzbischof Mut. "Friede, Freude und Gerechtigkeit auf Erden", mit diesen Wünschen spendete er den Segen. Der Jahresleitgedanke der SDB (Salesianer Don Bosco) für 2016 lautet: "Du bist kein anderer als du vor Gott bist." Die Pfarrei Don Bosco ist die einzige ihrer Art im Erzbistum Bamberg.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Oswald dankte allen Mitwirkenden. Sie freute sich, dass sich die Pfarreien St. Johannes d. Täufer Reuth und St. Anna, Forchheim der Feier angeschlossen hatten. Anschließend lud sie zur Begegnung mit Erzbischof Schick im benachbarten Pfarrsaal ein. Den Begegnungsnachmittag gestaltete das Kinderhaus Don Bosco unter dem Motto "Das Vierfarbenland". Mit einem Weinfest und Sketchen ließ die Don-Bosco-Gemeinde den Tag ausklingen.

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