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Wimmelbach
Verkehr

Erster Schritt gegen Raser in Wimmelbach

Die Bürgerinitiative B 470 will die schnellen Autofahrer in Wimmelbach ausbremsen und begrüßt eine alte Idee, die MdL Eduard Nöth (CSU) neu unterbreitet hat.
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Viele Autos, die auf Wimmelbach zufahren, sind zu schnell unterwegs. Foto: Roepert
Viele Autos, die auf Wimmelbach zufahren, sind zu schnell unterwegs. Foto: Roepert
Vor 50 Jahren war hier eine Schotterstraße. Heute rollen auf der B 470 im Hausener Ortsteil Wimmelbach die Lastwagen im Minutentakt. Die jüngst gegründete "Bürgerinitiative B 470" (um die 200 Mitglieder) wehrt sich gegen den zu schnellen und dichten Verkehr.

Auch der Forchheimer Landtagsabgeordnete Eduard Nöth (CSU) hat sich zu Wort gemeldet. Er möchte dazu beitragen, die Verkehrsverhältnisse entlang der B 470 zu entschärfen. Nöth erinnert daran, dass er sich schon mal beim ehemaligen Dritten Bürgermeister Rudolf Zeidler um eine "Entspannung der Verkehrsverhältnisse" bemüht habe. "Die Aktivitäten der jetzigen Wimmelbacher Bürgerinitiative" hätten ihn veranlasst, "dem zuständigen Straßenbauamt Bamberg" vorzuschlagen, "eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h anzuordnen", sagt Nöth.


Anderer Landkreis, andere Regel

Dies sei ein erster Schritt; die begrenzenden Hinweise sollten etwa 100 Meter vor den Ortsschildern stehen. "Dadurch würden die Fahrzeuge langsamer in den Ortsteil einfahren und somit zu einer Gefahren- und Lärmreduzierung beitragen", meint Nöth.

Das wäre "immerhin was", sagt Roland Kraus, Pressesprecher der Bürgerinitiative B470. Denn eine Geschwindigkeitsbeschränkung 100 Meter vor Wimmelbach könnte dafür sorgen, "dass die Autos an der Ortsgrenze 50 km/h fahren und nicht erst am Ortsschild anfangen zu bremsen." Kraus erinnert jedoch daran, dass diese Forderung "schon lange besteht und dass bislang nichts dabei rausgekommen ist". Das sei insofern erstaunlich, als im Nachbarlandkreis Erlangen-Höchstadt diese 70 km/h-Begrenzung vor jeder Ortschaft und vor jeder Kreuzung üblich sei. "Nur bei uns nicht", wundert sich Kraus.

Der beim Straßenbauamt zuständige Baudirektor Jürgen Woll hat den Nöth-Vorschlag an das zuständige Verkehrsbehörde am Landratsamt Forchheim weiter geleitet.

"Schwieriges Procedere"

"Das Procedere ist schwierig", sagte Jürgen Woll dem FT. Für die Anordnung von Verkehrszeichen sei "grundsätzlich die Verkehrsbehörde am Landratsamt zuständig". Daher wolle er die Idee einer Tempo-Reduzierung vor Wimmelbach auch nicht beurteilen, solange sich die Experten von der Polizei, des Straßenbauamtes und der Verkehrsbehörde die Situation vor Ort noch nicht angesehen hätten.

Eduard Nöth erhofft sich von einer "kurzfristigen Anordnung zumindest eine gewisse Entlastung der Bewohner der Burker Straße in Wimmelbach". Und der Sprecher der Bürgerinitiative, Roland Kraus, erhofft sich, dass die Diskussion nicht bei der Temporeduzierung stehen bleibt.

Erst zwei Mal habe sich die Bürgerinitiative getroffen. Hinter deren Forderungen stehe schon jetzt "das halbe Dorf". "Und wir wollen das ganze Dorf auf unsere Seite kriegen", sagt Kraus. Von einigen Themen seien alle betroffen. "Beispielsweise schicken wir alle unsere Kinder an die Bushaltestelle. Dort muss das Tempo auf 30 km/h begrenzt werden."

Langfristig wünschten sich die Wimmelbacher Bürger eine Umgehungsstraße, sagt Kraus. Doch auch kurzfristige Lösungen seien aus Sicht der Bürgerinitiative hilfreich: "Der LKW-Verkehr könnte über Adelsdorf umgeleitet werden. Keine andere Ortschaft wäre davon betroffen", sagt Kraus.
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