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Forchheim
Medizin

Erster Corona-Toter mit Wohnsitz im Landkreis Forchheim

Ein aus dem Landkreis Forchheim stammender Senior ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Klinikum Forchheim rüstet sich indes mit einer Isolier- und einer Intensivstation.
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Verschiedene Bereiche im Klinikum sind abgesperrt.  Foto: PM
Verschiedene Bereiche im Klinikum sind abgesperrt. Foto: PM

Ein 85-jähriger Mann mit Wohnsitz im Landkreis Forchheim ist in einem Klinikum außerhalb des Landkreises in Bayern an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dies teilte das landratsamt Forchheim am Donnerstag mit. Der Mann war demnachgesundheitlich vorbelastet.

Stationen neu eingeteilt

Im Klinikum in Forchheim ist eine Isolierstation mit 40 Betten eingerichtet worden. Im Moment sind dort fünf Patienten stationär untergebracht, eine auf der Intensivstation. Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz sieht sich in der aktuellen Corona-Situation laut Pressemitteilung gut aufgestellt. Täglich tagt im Klinikum ein Krisenteam, bestehend aus Geschäftsführung, Chefärzten, Pflegeleitung und Hygienebeauftragten, um die sich stetig ändernde Informationslage für die Planung des Pandemiefalls zu berücksichtigen.

"Wir bereiten uns unter den täglich wechselnden Rahmenbedingungen bestmöglich auf die Versorgung der Covid-19-Patienten vor", sagt Geschäftsführer Sven Oelkers.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises Forchheim steht in ständigem Kontakt mit dem Klinikum. Landrat Hermann Ulm (CSU) meint: "Es ist gut zu wissen, dass die Strukturen im Landkreis funktionieren. Die beteiligten Mitarbeiter und Institutionen arbeiten überaus engagiert und besonnen. Danke jedem Einzelnen dafür."

In einem Schreiben lobt Geschäftsführer Sven Oelkers die Teamleistung und Flexibilität aller Berufsgruppen, die in den nächsten Wochen die Herausforderung der aktuellen Corona-Situation meistern müssten.

Bei der logistischen Neueinteilung der Stationen hatte die strikte Trennung der positiv auf den Coronavirus Getesteten von den Verdachtsfällen und den Nichtinfizierten Priorität. Eine Station mit 40 Betten ist in einem ersten Schritt zur Isolierstation umgewandelt worden. Dort werden Verdachtsfälle bis zum Vorliegen des Testergebnisses untergebracht. Im Moment sind dort fünf Patienten stationär untergebracht Bestätigte Verdachtsfälle werden auf einer weiteren geschlossenen Isolierstation mit weiteren 40 Betten unabhängig vom Fachgebiet aufgenommen.

Die Patienten, die nicht infiziert sind, werden dann auf die normale, jeweils spezialisierte Station des Fachbereiches verlegt. In der Station der Unfallchirurgie sind auch die Patienten der Allgemeinchirurgie untergebracht. Auf der Intensivstation werden auch die Covid-19-Patienten intensivmedizinisch versorgt. Dort wird im Moment ein Patient behandelt. Die Anzahl der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten wird in den Planungen auf zwölf erhöht. "So sind wir sehr gut für zukünftige Fälle und Entwicklungen vorbereitet", sagt Jürgen Gschossmann, Ärztlicher Direktor.

Standort Ebermannstadt

Am Klinikumstandort in Ebermannstadt sollen keine Corona-Verdachtsfälle aufgenommen werden. Im Pflegezentrum und in der geriatrischen Abteilung sind dort nämlich genau die Personen untergebracht, die zur Risikogruppe zählen. Zusätzlich wurde ein flexibler Personalpool zusammengestellt, der abhängig vom Aufkommen der Coronavirus-Infizierten variabel eingesetzt werden kann.

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