Weißenohe
Kriminalität

Ermittlungen nach Sprengung in Weißenohe laufen auf Hochtouren

Eine Woche ist es her, dass der Fahrkartenautomat am Bahnhalt Weißenohe in die Luft gesprengt worden ist. Die Kripo sucht eine Autofahrerin als Zeugin.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Ermittler vor Ort in Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Die Ermittler vor Ort in Weißenohe Foto: Petra Malbrich
Vor einer Woche, am Freitag, 9. Februar, war am Weißenoher Bahnhof der Fahrkartenautomat gesprengt worden. Der laute, einer Detonation ähnliche Knall um 5.10 Uhr riss nicht nur Weißenoher Bürger aus dem Schlaf, sondern war in dem benachbarten Gräfenberg noch zu hören. Ein senkrechter Lichtstrahl war zu sehen.

Am Bahnhof selbst bot sich ein Bild der Verwüstung. Der Automat war in Stücke gerissen worden, auch der feste Rahmen des Automaten war zerbeult und flog etliche Meter durch die Luft. Die Glasscheiben des Wartehäuschens an der Gräfenbergbahn zerbarsten in tausend Stücke. Stundenlang waren die Beamten der Bundespolizei, der Kriminalpolizei Bamberg und des Landeskriminalamts (LKA) München vor Ort und untersuchten den Tatort. Mit den Ermittlungen sind nun Sachbearbeiter und die Staatsanwaltschaft beschäftigt.

Viel kann noch nicht gesagt werden. Zum einen, weil die umfangreichen Ermittlungen noch laufen, zum anderen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, indem zu viel Täterwissen bekannt gegeben würde. Dazu gehört, welcher Sprengstoff verwendet wurde.

Den Schaden am Fahrkartenautomaten beziffert das LKA auf 30.000 Euro, wie ein Sprecher informierte. Viel mehr Informationen kann auch die Deutsche Bahn nicht geben. Wie viel Geld erbeutet wurde, wird nicht bekannt gegeben.

Sicher ist: "Es wird wieder ein Fahrkartenautomat aufgestellt werden", sagte ein Sprecher der Bahn. Ein Zeitfenster dafür kann er noch nicht nennen. Zuvor wird geprüft, welche Infrastruktur - sprich: die vorhandenen Kabel - noch verwendet werden kann. Dann müssen auch Ersatzteile bestellt werden.

Bevor ein neuer Automat aufgestellt wird, bringen die Verantwortlichen die Infrastruktur wieder in Ordnung. Dazu gehört das Wartehäuschen, das durch die Explosion ebenfalls zerstört wurde. Was die Sicherheitsvorkehrungen betrifft, steht die Bahn in engem Kontakt mit der Bundespolizei. Sollte eine Häufung von Fällen an den Bahnhöfen vorkommen, würde der Bahnhof vom eigenen Sicherheitsunternehmen öfter überwacht werden - aber auch hier immer in Absprache mit der Bundespolizei, informierte der Sprecher.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren