Ebermannstadt
Finanzen

Eine Viertelmillion Guthaben für den Haushalt der VG Ebermannstadt

Die VG Ebermannstadt ist schuldenfrei und hat sogar Geld auf der hohen Kante. So stellt die Etat-Planung für das kommende Jahr kein Problem dar.
Artikel drucken Artikel einbetten
Es ist genug Geld da. Die Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt muss auch beim Haushalt 2019 keine Investitionsabgabe erheben. Foto: dpa
Es ist genug Geld da. Die Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt muss auch beim Haushalt 2019 keine Investitionsabgabe erheben. Foto: dpa

Die gute Nachricht zuerst. Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebermannstadt/ Unterleinleiter ist schuldenfrei. Besser noch: Zum Jahresende werden die Rücklagen voraussichtlich auf eine Viertelmillion Euro anwachsen. Der Grund: Nicht realisierte Investitionen und Minderausgaben beim Personal. "Weil einige Stellen nicht besetzt werden konnten, fallen dafür auch keine Lohnkosten an", erklärte Kämmerer Wolfgang Krippel.

Hatte das Haushaltsvolumen der Verwaltungsgemeinschaft vor vier Jahren noch knapp 800 000 Euro betragen, stieg der Finanzbedarf auf 1,63 in diesem und 1,68 Millionen Euro im kommenden Jahr. Diese Finanzexplosion erklärte Krippel mit personellen Umschichtungen.

Personal aufgestockt

So wurde 2016 das mittlerweile mit einem Kassenverwalter und einen Städteplaner aufgestockte Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft zugeordnet und seit 2018 werden auch die Reinigungskräfte, die bislang beim Schulverband angestellt waren, direkt von der VG bezahlt. "Das spart Steuern", begründete Krippel.

Plus 18.83 Prozent

Wie sehr die Lohnkosten bei der Kalkulation zu Buche schlagen, verdeutlichte er an einem Beispiel: "Auf Grund der tariflichen Anpassungen verdiene ein Mitarbeiter, der nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst entlohnt werde und 2014 exakt 3000 Euro brutto verdient habe nun bereits 3565 Euro. "Das ist eine Gehaltssteigerung von 18,83 Prozent", rechnete Krippel vor.

So sind 2019 die Lohnkosten mit 1,288 Millionen Euro aktuell der größte Ausgabeposten. Strom- und Heizkosten, sowie die Ausgaben für die EDV rangieren mit insgesamt 303 500 Euro auf Platz zwei. An Miete zahlt die Verwaltungsgemeinschaft 85 700 Euro.

17,85 Euro pro Einwohner

Größter Posten bei den Haushaltseinnahmen des Verwaltungshaushaltes ist die Verwaltungsumlage, die Wolfgang Krippel auf 1,36 Millionen Euro bezifferte. Diese Summe wird auf die insgesamt 8 141 Einwohner der Verwaltungsgemeinschaft verteilt. Pro Bürger sind demnach 17,85 Euro fällig. Die Einwohnerzahlen der beiden Kommunen zugrunde gelegt, bedeutet dies für Ebermannstadt einen Kostenanteil von exakt 1 152 236,16 Euro. Unterleinleiter bezahlt 203 423,58 Euro. Dabei ist ein Bonus von 5 000 Euro für Unterleinleiter eingerechnet.

Unterleinleiter erhält diese Gutschrift, seit die Sprechstunden in Unterleinleiter weggefallen sind. Prozentual verteilen sich die Kosten zwischen Ebermannstadt und Unterleinleiter im Verhältnis von 84,68 zu 15,32 Prozent.

Neue Monitore

An Ausgaben fallen in diesem Jahr die Kosten für die Europawahl, Lizenzkosten für die EDV und die Anschaffung von zusätzlichen Monitoren an. Angesichts der Rücklagen sei die Finanzierung durch eine Entnahme aus den Rücklagen in einer Größenordnung von 40 600 Euro gesichert. In einem kurzen Ausblick verwies Krippel darauf, dass voraussichtlich 2022 ein neuer Server angeschafft werden müsse. Die Kosten von rund 30 000 Euro stellten jedoch kein Problem dar.

Beschluss wird nachgeholt

Die Beschlussfassung über den Haushaltsplan wurde auf Vorschlag von Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) verschoben. Die VG-Räte Christian Sponsel und Franz Dorsch (beide MOG) sowie Ewald Rascher (FWG) hatten die Sitzungsunterlagen, die per Post gestellt werden sollten, nicht rechtzeitig zugesandt bekommen. Damit auch sie an der Abstimmung über den VG-Haushalt teilnehmen können soll der Beschluss nun in einer Sondersitzung am Dienstag, 27. November, ab 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Ebermannstadt nachgeholt werden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren