Forchheim
Prunksitzung

Ein voller Saal und ein halber Till für die Närrischen Siedler in Forchheim

Aus allen Nähten platzte der Forchheimer Kolping-Saal am Samstag. Die vier Garden der Närrischen Siedler traten acht Mal auf - und Siedler-Präsident Bernd Uttenreuther hatte einen Auftritt, mit dem er selbst nicht gerechnet hatte.
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Disziplinierte Tanzformation: die uniformierte Jugendgarde Pauline Lindner
Disziplinierte Tanzformation: die uniformierte Jugendgarde Pauline Lindner
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Rappelvoll war der Kolping-Saal bei der Prunksitzung der Närrischen Siedler, nicht zuletzt wegen der acht Auftritte der vier Garden des Faschingsvereins. Denn welche Mutter und welcher Vater will nicht verfolgen, was ihre Sprösslinge das Jahr über einstudiert haben.

In diese Rolle musste heuer zum ersten Mal auch Bernd Uttenreuther, der Präsident seit Gründung und Moderator der Prunksitzung, schlüpfen, wagte sich doch sein elfjähriger Sohn Fabian zum ersten Mal alleine in die Bütt und - nahm die Fastnachtsbegeisterung seiner Familie gehörig auf die Schippe. Es ist ja nicht so ganz einfach, wenn man auf eine Schulaufgabe lernen soll und das Zuhause derweilen zum Vereinsheim umfunktioniert wird.

Schlachtruf und Humor farbgleich

"Schwarz-Blau" heißt der "Schlachtruf" der Siedler, nach den Farben des Vereins. Schwarz-blau scheint auch auf den Humor aufgefärbt zu haben, stellte doch Mitmoderator und CSU-Stadtrat Markus Schmidt zwischendurch mal die kesse These auf, Stadtratssitzungen seinen neuerdings amüsanter. Er muss es wissen, ist er doch da und dort dabei. Da aber viele Ratskollegen und auch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) Gäste der Prunksitzung waren, kann seine These als widerlegt gelten. Was die temperamentvoll geschwungenen Beine angeht, auf jeden Fall.

Ohne Orden geht eine Prunksitzung nicht ab. Für Uttenreuther war eine große Überraschung dabei: Der Fränkische Fastnachtsverband verlieh ihm seinen Verdienstorden. Den "halben Till", wie Überbringerin Susi betonte. Verdient hat ihn Uttenreuther für seinen unermüdlichen Einsatz, vom Präsidentenamt seit Anbeginn bis hin zu Auftritten im Männerballett. Ebenfalls bedacht wurden mit dem Sessionsorden der fränkischen Narren Monika Stilkerich, die schon dreimal das Amt der Faschingsprinzessin bekleidet hat. Und der ehemalige Prinz Klaus Fitzek, der sich stets als Büttenredner hervortut.

Sie beide haben in diesem Jahr würdige Nachfolger gefunden, fast schon eine Königsfamilie. Denn Sonja I. und Thomas I. sind im wirklichen Leben ein Ehepaar und ihre beiden Kinder Emma und Nikolas übernahmen die Rollen des Kinderprinzenpaares. Zusammen mit dem Elferrat präsidierte die Familie aus dem Narrenadel der Veranstaltung.

Unerschrockene Goschn

Doch nicht nur für das Auge bot die Prunksitzung so einiges, auch für das Ohr. Zwar musste der Kabarettist "Das Eich" seinen Auftritt absagen, weil er im Kr eißsaal dringlicher gebraucht wurde, aber Jörg Kaiser und Jonas Paul boten prima Ersatz. Und die "Forchheimer Gaafer-Goschn". Unerschrocken breitete sie die allbekannten weiblichen Probleme um die Problemzonen vor dem Publikum aus.

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