Forchheim
Geschäftsleben

Ein Mann für die kleinen Pausen

Er stammt aus Nürnberg, betreibt ein Bistro in Fürth und wagt nun den Sprung nach Forchheim. Thomas Halota und sein Kompagnon Lukas Mitterreiter wollen ihre Geschäftsidee in der Hafenstraße verwirklichen.
Artikel drucken Artikel einbetten
+2 Bilder

Thomas Halota hat das Spielfeld gewechselt, aber der Stress ist geblieben. Die Erfahrungen als Handballer kämen ihm bei seiner Arbeit als Gastronom durchaus zugute, sagt der 27-Jährige. Drei Jahre hatte er sich als Profi beim HC Erlangen verpflichtet. Und jetzt ist er eine Verpflichtung eingegangen, die nicht weniger belastend und nervenaufreibend ist, denn Thomas Halota expandiert gerade.

Erst Fürth, dann Forchheim

Seit 2017 betreibt er die "Kleine Pause", ein Bistro in der Fürther Innenstadt. Ab September will der 27-Jährige in der Forchheimer Gastronomie Fuß fassen. Mit seinem Geschäftspartner Lukas Mitterreiter (27) wird er in der Hafenstraße das ehemalige Café "Zuckersüß" in eine zweite "Kleine Pause" verwandeln.

Schon als Jugendlicher hat Thomas Halota in Kneipen gejobbt, aber in die Wiege gelegt war ihm die Gastronomie nicht. Er war zu allererst Handballer. Zudem absolvierte er bei Siemens ein Werkstudium der Betriebswirtschaftslehre. "Ich hab viel gearbeitet und auch Geld gespart." Wer ein Bistro eröffnen will, muss rund 100 000 Euro investieren. Und selbst wenn der Laden dann gut läuft, käme man nicht umhin, zu expandieren, sagt Thomas Halota. Bevor er die "Kleine Pause" in Fürth eröffnete, erprobte er sich als Franchise-Unternehmer. Dann dachte er über ein Bistro in Erlangen nach und kam schließlich, weil dort keine Immobile zu finden war, auf Forchheim.

"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", sagt der 27-Jährige. "Aber man darf auch nicht blauäugig sein." Daher hätten er und sein Kompagnon den Standort in der Hafenstraße natürlich sorgfältig analysiert. "Das beginnt damit, dass man sich hinsetzt und die Autos zählt, die vorbeikommen."

Als "Salatbar mit Café-Charakter" bezeichnen Halota und Mitterreiter ihr Unternehmen. Es werden Salate, Panini, Suppen und Eintöpfe angeboten. "Wir setzen auf Regionalität. Gesundes Fast Food, das ist unsere Auffassung." Ende September soll das Bistro eröffnen. An den Fenstern hängen Plakate, Mitarbeiter werden gesucht. Sie zu finden, sei die größte Herausforderung, sagt Thomas Halota. Vier Mitarbeiter werden benötigt. Wobei die beiden Jungunternehmer mit eingerechnet sind. "Wir stehen komplett drin", sagt der 27-Jährige. Vom Toilettenputzen bis zum Abrechnen, vom Aufsperren, Staubsaugen bis zum Bedienen - man darf sich für nichts zu schade sein." Ein 14-Stunden-Arbeitstag, das sei normal. Zumindest in der Anfangszeit werde das so bleiben, weiß Thomas Halota: "Die ersten drei Jahre in der Gastronomie sind die wichtigsten."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren