Forchheim
Soziales

Ein Licht für die Obdachlosen

Beim Arbeiterwohlfahrt Fachdienst für Wohnungsnot im Eggolsheimer Weg fand für die Bewohner eine kleine Weihnachtsfeier statt.
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Nachdem Pfarrer Emge sein Geschenk, das Licht von Bethlehem, verteilt hatte, wurde es richtig ruhig und besinnlich.  Foto: Theresa Schiffl.
Nachdem Pfarrer Emge sein Geschenk, das Licht von Bethlehem, verteilt hatte, wurde es richtig ruhig und besinnlich. Foto: Theresa Schiffl.
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Vor dem Büro des Fachdienstes für Wohnungsnot der Arbeiterwohlfahrt (AWO) bruzeln auf dem Grill Bratwürste. In dem kleinen Aufenthaltsraum stehen Lebkuchen, Äpfel und Mandarinen auf dem weihnachtlich gedeckten Tisch und es duftet nach Punsch. Ein Christbaum mit roten Kugeln, die durch die Lichterkette glitzern, vervollständigt die kleine Weihnachtsfeier.

Weihnachtsfeier kommt gut an

"Wir machen das schon seit ein paar Jahren", erzählt Antje Kahnt, die als Sozialpädagogin in der Unterkunft arbeitet. "Und sie kommt auch ganz gut an", sagt sie und lächelt. Die Bratwürste wurden von der Metzgerei Frank gespendet, was sie ebenfalls sehr freut.

Es sei für die Obdachlosen, die hier übergangsweise eine Bleibe haben, schwierig in die Stadt zu gehen, um dort etwas zu unternehmen. "Ich glaube da haben sie einfach etwas Berührungsängste", meint AWO-Geschäftsführerin Eva Wichtermann. "Deswegen war es uns wichtig eine richtige Weihnachtsfeier nur für sie zu organisieren."

Einige Besucher der Feier

Alexander Dworschak, Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Forchheim sowie Andrea Martin, die sich um die Verwaltung kümmert, haben sich Zeit genommen, um bei der weihnachtlichen Feier dabei zu sein. Anita Kern die Ortsvorsitzende der AWO sowie Lisa Hofmann Kreisvorsitzende der AWO waren ebenfalls da.

"Es ist auch schön, dass uns die Geistlichkeit nicht vergessen hat", sagt Eva Wichtermann und lächelt in die Richtung von Dekan Martin Emge, zu Christian Muschler von der evangelischen Kirche und zu Michael Michelfelder, ehemaliger Pastor der Baptisten Gemeinde.

"Pfarrer Emge war schon letztes Jahr da und hat eine nette, kleine Ansprache gehalten. Da war es dann richtig ruhig und danach haben sich alle unsere Bewohner sehr gefreut, weil es so ein schöner Abend war", sagt Wichtermann zufrieden.

Antje Kahnt und drei ihrer Freundinnen sorgen mit ihrem Blasmusikchor für die musikalische Untermalung und Pfarrer Emge hat ebenfalls wieder ein paar Worte vorbereitet.

Er erzählt die Weihnachtsgeschichte, wie Josef und Maria nach einer Herberge suchten, wo sie übernachten konnten. "Ihr seid auch auf der Suche nach einem Ort zum Schlafen gewesen und habt ihn hier gefunden. Jesus Christus vergisst Euch nicht", sagt Emge.

Denn Jesus hätte sich auch an Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, gewandt, ergänzt er. Als Geschenk hat er das Licht von Bethlehem mitgebracht, das schon über 4000 Kilometer gereist ist. "Es s oll Euch wärmen und Hoffnung schenken."

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