Laden...
Forchheim
Erfolg

Ein krummes Ding bringt den Sieg

Gabriele Mehlhorn-Decker hat bei der Ausstellungsreihe "Kunst & Genuss" den ersten Platz zugesprochen bekommen. Dotiert ist das mit 1500 Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
Heinrich Mangold (l.) und Gregor Scheller zeichnen Gabriele Mehlhorn-Decker mit dem ersten Platz aus.  Foto: Lindner
Heinrich Mangold (l.) und Gregor Scheller zeichnen Gabriele Mehlhorn-Decker mit dem ersten Platz aus. Foto: Lindner
Es ist eine wahre "Hummereske", die der Keramikerin Marion Pichardt den zweiten Preis bei "Kunst & Genuss" eingebracht hat. Ihr tönernes Bild erzählt, wie eine Dame bei einem Empfang das große Krustentier einfach in ihre Tasche steckte und ihrem Partner zurief: "Friedel, ich hab' ihn."
Direkter geht die Verbindung von Kunst und Genuss wohl kaum. Dem Hausherr Gregor Scheller, Vorstandsvorsitzender des Sponsors Volksbank oblag es, den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis an Gabriele Mehlhorn-Decker zu verleihen.

Die gebürtige Rudolstädterin ist Architektin. Sie ist an der Bauhaus-Universität Weimar ausgebildet worden und arbeitet heute in Bamberg und Erlangen als Stadtplanerin. "In meinen Bildern mache ich das, was ich ihm Beruf nicht darf. Da muss statisch alles stimmen, hier darf ein Kirchturm sich krümmen", sagt sie.

Gekrümmt geht es auch auf dem preisgekrönten Bild "Zeitlos" zu.
Die geistliche und die weltliche Macht, die sich in einer Kleinstadt begegnen - so beschrieb Volker Hahn das Bildmotiv. Hahn hat einst nach einem Kontakt mit dem Volksmusiker Eberhard Hoffmann, die Idee der Kusntausstellungen in Gasthäusern geboren. Das ist inzwischen elf Jahre her.

Ein Franke aus Leidenschaft

Rückblickend wunderte er sich fast ein bisschen über die Erfolgsgeschichte dieser "Brücke zwischen Künstlern und Wirten".

Für Landrat Hermann Ulm (CSU), der bisher als Kunreuther Bürgermeister die Aktivitäten begleitet hat, ist "Kunst & Genuss" zu einer "wertvollen Tradition rund ums Walberla" geworden. Ein leidenschaftlicher Franke ist auch Heinrich Mangold. Der Pappenheimer war jahrzehntelang Kunsterzieher am Schwabacher Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium. Jetzt sucht er im Ruhestand seine Motive in der Umgebung. Vom Expressionismus geprägt ist sein Preisbild "Juralandschaft". In großzügiger Spachteltechnik fing er darin seinen unmittelbaren Eindruck ein.

"So kann man bewusst machen, was eine Landschaft besitzt. Der Blick auf die Schönheit kommt oft zu kurz", hat er dabei erfahren. Die Resonanz der Ausstellungen in Zahlen zu packen, versuchte anschließend Helmut Pfefferle. Er ist Vertreter des Tourismusvereins "Rund ums Walberla-Ehrenbürg": 300 000 Tagestouristen verzeichnete die Region nach seinen Angaben im vergangenen Jahr. Die Bilder hingen vier Monate lang in den beteiligten Gaststätten der Region.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren