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Forchheim
Raupen-Plage

Eichenprozessionsspinner in Oberfranken: Kampf gegen Raupen-Plage beginnt

In Oberfranken wird aktuell der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Die Raupen mit ihren feinen Härchen können für den Menschen gefährlich werden.
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Klimawandel sorgt für mehr Eichenprozessionsspinner in Sachsen
Die Stadt Forchheim bekämpft aktuell die Eichenprozessionsspinner. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa

Im oberfränkischen Forchheim hat der Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner begonnen. Laut Angaben der Stadt befreien das "Amt für öffentliches Grün" und die Stadtförsterei zahlreiche Eichen von den Raupen. 

Mithilfe eines mechanischen Absaugverfahrens werden die Nester inklusive der mikroskopisch kleinen Raupenhaaren in den Bäumen beseitigt. Ein Unternehmen aus Erlangen unterstützt dabei. Die anhaltende Trockenheit befeuert das Wachstum der Raupen. Laut Angaben des "Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung" ist der Dürre- Status in der Region weiterhin kritisch. Deshalb wollen die Behörden nun handeln, da sich die Tiere noch nicht im dritten Larvenstadium befinden.

Eichenprozessionsspinner in Forchheim: Stadt warnt vor Raupenhaaren

"Bei Berührung oder Einatmen rufen die Gifthaare auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervor", heißt es von Seiten der Stadt Forchheim. Die Gefahr bestätigt Thomas Sobczyk, Insektenkundler und Förster: "In Alleen und Parks sind die Brennhaare ein deutlich größeres Problem als der Raupenfraß an den Blättern", sagte er der dpa.

Die Beseitigung der Eichenprozessionsspinner findet im Kellerwald, auf der Sportinsel, auf Spielplätzen und der Forchheimer Innenstadt allgemein statt. 

Bei "Rock im Park" in Nürnberg kam es im Jahr 2019 zu Problemen im Zusammenhang mit dem Eichenprozessionsspinner. Auch dort musste eine Spezialfirma anrücken. Im Nachgang des Festivals litt eine Krankenschwester unter Atemnot und Ausschlag. Sie erzählte inFranken.de: "Der allergische Ausschlag erinnerte an die Folgen von Zeckenbissen."

tu