Eggolsheim
Urlaub

Umfrage unter den Urlaubern am Rastplatz Regnitztal - Reisepläne, Baustellen, Unfälle

Der FT hat Urlauber auf dem einzigen Autobahn-Parkplatz im Kreis Forchheim angesprochen: Wo geht's hin und was halten sie vom Rastplatz bei Eggolsheim?
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Chrisi Thurner und Alexander Bieniußa besuchen Freunde in Erfurt und haben extra eine Schultüte dabei. Foto: Ronald Heck
Chrisi Thurner und Alexander Bieniußa besuchen Freunde in Erfurt und haben extra eine Schultüte dabei. Foto: Ronald Heck
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Einmal quer durch Deutschland, von Norden nach Süden: 900 Kilometer weit fahren Oliver Schümann und Jessica Seifert in ihrem roten Mercedes in den Urlaub. Auf dem Weg von ihrer Heimatstadt Kaltenkirchen bei Hamburg zu ihrem Urlaubsziel Tegernsee in Oberbayern, legen die beiden auch eine kurze Autobahn-Pause im Landkreis Forchheim ein. Am Rastplatz Regnitztal, auf der westlichen Seite der A 73, seien sie zufällig ausgefahren, sagt Jessica Seifert.

Saubere Toiletten bei Eggolsheim

"Zweimal haben wir schon Pipipause gemacht, das ist jetzt die dritte", verrät sie und lobt die Toiletten-Anlage bei Eggolsheim. "Hier ist es sauber und echt okay!" Das sei definitiv nicht bei allen kostenlosen Autobahn-Toiletten der Fall.

Das Paar fährt in den gemeinsamen Sommerurlaub: vier Tage am Tegernsee und anschließend fünf Tage in München. Anfang des Jahres haben sie bereits eine Kreuzfahrt gemacht. Deshalb nehmen sie die weite Autofahrt in Kauf. Sie hätten keine Lust gehabt, erneut wegzufliegen. Von Eggolsheim liegen noch gut 300 Kilometer vor ihnen. "Wenn sich die Blase wieder bemerkbar macht, legen wir noch einen weiteren Zwischenstopp ein, aber eigentlich würden wir jetzt durchrutschen wollen", meint Seifert.

Lieber Urlaub in Deutschland als im Ausland

Auf der östlichen Parkplatzseite in Richtung Bamberg sitzt Gabriele Streicher mit Tochter Patrizia (11), Sohn Konstantin (9) und den Großeltern am Rastplatz-Tisch. Auch die Familie aus München verbringt heuer ihren Sommerurlaub lieber in Deutschland - sie fährt nach Weimar. "Wir machen einen Bildungsurlaub mit Goethe und so weiter. Um nicht nur im Ausland Urlaub zu machen", erklärt Gabriele Streicher. Ihr Mann muss arbeiten und konnte leider nicht mitfahren.

"Der Ausflug, dass wir zusammen wegfahren, ist ein Weihnachtsgeschenk an die Großeltern", fügt die 49-Jährige hinzu. Das weitere Besondere an dem Trip: Die Großeltern feiern am Anreisetag gleichzeitig ihren 52. Hochzeitstag.

Viele Autobahn-Baustellen in Franken

Fast 500 Kilometer liegen zwischen München und Weimar, die Drei-Generationen-Familie verbringt rund sechs Stunden im Auto. Mit der ersten Trinkpause am Parkplatz Regnitztal haben die fünf fast die Hälfte der Strecke hinter sich. Wie war der Verkehr bis Forchheim? "Bis Nürnberg war es sehr zäh, es gab viele Baustellen, aber nach Erlangen ging es gut", sagt Streicher.

Nebenan steigen gerade Chrisi Thurner und Alexander Bieniußa aus ihrem Auto. Auch das Pärchen aus dem oberbayerischen Fürstenfeldbruck schimpft über die Baustellen in Franken. "Es war echt Katastrophe. Kurz vor und kurz nach Nürnberg war es am schlimmsten. Wir sind viel im ersten Gang gerollt", sagt die 27-jährige Thurner.

Knapp einem Unfall bei Forchheim-Süd ausgewichen

Die beiden besuchen während ihrer freien Sommer-Tage Freunde in Erfurt, deren Tochter eingeschult wird. Thurner holt die rosa Prinzessinnen-Schultüte aus dem Kofferraum, die sie als Geschenk dabei haben. "Wir hatten zwei Wochen Urlaub, die wir bei uns in der Heimat verbracht haben, und der Ausflug ist jetzt das Finale", erläutert ihr Freund Alexander Bieniußa, der nach einer kurzen Raucherpause das Lenkrad übernehmen wird. Auch die Autobahn-Baustelle in Forchheim kostete die beiden Nerven. "Kurz vor der Baustelle, wo man einfädeln kann, sind wir knapp einem Unfall ausgewichen!", berichtet der 27-Jährige. Ein Auto mit Anhänger sei ausgeschert und Chrisi Thurner musste dringend ausweichen. "Das war wirklich eine knappe Geschichte", sagt sie erleichtert.

Seit Februar wird wieder an der Autobahn 73 zwischen Forchheim-Nord und Forchheim-Süd gebaut, während der Bauarbeiten häufen sich Verkehrsunfälle. Die Erneuerung des fünf Kilometer langen Autobahnabschnitts mit Flüsterasphalt soll bis November abgeschlossen werden. Dann haben es auch die Urlauber, die auf der A 73 durch Forchheim rauschen, deutlich leichter.



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