Effeltrich
Gemeinderat

Effeltrich will über einen Wettbewerb eine neue Ortsmitte schaffen

Effeltrich lobt einen Architektenwettbewerb für das Rathausgrundstück aus. Dort soll eine neue Ortsmitte entstehen.
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Das Gelände am Effeltricher Rathaus  mit dem  zu erhaltenden Baumbestand und  dem Parkplatz des Ärztehauses;  im Hintergrund die Dr.-Rühl-Straße und (rechts hinten)  der Festplatz Foto: Dagmar Niemann
Das Gelände am Effeltricher Rathaus mit dem zu erhaltenden Baumbestand und dem Parkplatz des Ärztehauses; im Hintergrund die Dr.-Rühl-Straße und (rechts hinten) der Festplatz Foto: Dagmar Niemann

Die Effeltricher Gemeinderäte haben über die künftige Gestaltung des Rathausgrundstückes und die dort gewünschten Funktionen beraten. Dazu war eine Sondersitzung einberufen worden.

Wie Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) ausführte, besteht das Problem einer funktionalen Ortsmitte in Effeltrich darin, dass die auf die Kirche und die Linde zentrierte Ortsmitte durch die viel befahrene Staatsstraße 2243 getrennt wird. Deshalb soll auf dem Gelände rings um das Rathaus eine neue funktionale Ortsmitte geschaffen werden. Die Freiflächen im Umfeld des Rathauses müssen deshalb neu und attraktiv gestaltet werden, so dass sich den von Kersbach her in den Ort einfahrenden Besuchern ein angenehmer Anblick auf das neu gestaltete Areal bietet.

In Zusammenarbeit von Bürgern, Verwaltung und Fachleuten wurde im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) bereits erarbeitet, wie man das Rathausgelände in Zukunft nutzen könnte. Die etwa 1000 Quadratmeter große Freifläche nördlich des Rathauses und am östlichen Ende der Dr.-Rühl-Straße einschließlich des Festplatzes ist im Besitz der örtlichen Obstbaumzuchtgenossenschaft. Die möchte ihre Grundstücke veräußern, und es wäre zu überlegen, ob die Gemeinde sie erwerben sollte.

Ärztehaus einbeziehen

Dagegen gehört das Grundstück, auf dem vor einiger Zeit das Ärztehaus errichtet worden ist, der Gemeinde. Es muss in alle weiteren Planungen sinnvoll eingepasst werden. Einige Räte betonten, dass unbedingt darauf zu achten sei, die neue Bebauung nicht zu dicht zu gestalten. Auch dürften die einzelnen Gebäude nicht zu klobig wirken. Sie sollten also nicht vielgeschossig sein.

In der Sitzung ging es vor allem darum, sich darüber einig zu werden, wofür das Rathausgelände genutzt werden soll: für Seniorenwohnungen mit Tagespflege und kleinen Läden, Wohnungen für junge Familien, einen Platz für Feste und eine begrünte Freifläche? Außerdem wurde diskutiert, ob man einen Architektenwettbewerb ausschreiben solle, ob das eher ein Ideen- oder ein Realisierungswettbewerb sein müsse, ob man einen Wettbewerbsbetreuer brauche, welche Investoren oder Bauträger angesprochen werden könnten und welche staatlichen Fördergelder es eventuell gebe. Bei einer Gegenstimme entschieden sich die Räte schließlich für einen Realisierungswettbewerb. Für die Auslobung und Organisation des Architektenwettbewerbs will man die Hilfe eines Wettbewerbsbetreuers in Anspruch nehmen. Dafür sollen einschlägige Stadtplanungsbüros angeschrieben und die anfallenden Kosten geklärt werden. Als besonders zu beachten wurde in der verabschiedeten Vorlage unter anderem festgehalten, dass der alte Baumbestand zu erhalten und die Kosten für den Bau einer Tiefgarage zu prüfen seien, dass eine Lärmabschirmung des Areals gewünscht werde, dass die Frage der Energiezulieferung - eventuell durch ein Blockheizkraftwerk - geklärt und dass die Dr.-Rühl-Straße planerisch einbezogen, aber in ihrer Funktion als Straße erhalten bleibe. Bürgermeisterin Kathrin Heimann und Andrea Hofmann vom Bauamt waren zuversichtlich, dass sie bereits in der nächsten Sitzung kurz vor Weihnachten weitere Informationen vorlegen können.

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