Ebermannstadt
Analyse

Ebermannstadt will bei städtischen Gebäuden Energie sparen

Die Stadtwerke Ebermannstadt haben die städtischen Gebäude untersucht und Vorschläge gemacht, wo Energie gespart werden kann. Verbesserungspotential gibt es reichlich.
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Wenn es im Ebermannstadter Rathaus dunkel ist, laufen die Heizungen weiter auf vollen Touren. Deshalb forderte Bürgermeister Franz Josef Kraus: "Das Nutzerverhalten muss sich ändern!" Foto: Hofbauer
Wenn es im Ebermannstadter Rathaus dunkel ist, laufen die Heizungen weiter auf vollen Touren. Deshalb forderte Bürgermeister Franz Josef Kraus: "Das Nutzerverhalten muss sich ändern!" Foto: Hofbauer
Die Kindertagesstätte St. Marien ist das einzige städtische Gebäude, bei dem die Überprüfung aus energetischer Sicht keine Verbesserungsvorschläge erbrachte. "Da haben wir alles richtig gemacht", sagte Bürgermeister Franz Josef Kraus (CSU).

Bei allen anderen Gebäuden gibt es Energie-Einsparungspotenzial. So sollen beim Feuerwehrgerätehaus und beim Bauhof die Anschlüsse zwischen Fassade und Dach besser abgedichtet werden. Auch durch die Türen und Tore gehe zu viel Energie verloren. "Vor allem muss die Temperatur gedrosselt werden", unterstrich Kraus eine weitere Forderung. 20 Grad seien deutlich zu hoch.

Auch im Rathaus steht die Heizung immer wieder auf Stufe fünf. Bei den Kontrollgängen hat Kraus immer wieder festgestellt, dass bei gekippten Fenstern die Heizung voll aufgedreht ist.
Deshalb sei das bei der Überprüfung angeprangerte Nutzerverhalten deutlich verbesserungsfähig, betonte Kraus. Die Sommerabschaltung des Heizkreises, die Nachtabsenkung und der Einbau von Thermostatventilen im Archiv unter dem Glockenturm sind weitere Sparvorschläge. Außerdem müsse die ehemalige Einganstür zum Bürgerbüro abgedichtet werden.

Jeder Euro zählt

Kritisiert wird in der Analyse auch das Nutzerverhalten im Sportzentrum. Die Raumtemperatur herunter regeln und die Fenster möglichst geschlossen halten, lautet die Empfehlung der Stadtwerke für dieses Gebäude.

Katastrophal fällt das Urteil für das Mehrzweckgebäude Hasenbergzentrum aus. "Auf Grund des maroden baulichen Zustandes der thermischen Hülle, sei es unmöglich, gezielte Sanierungsmaßnahmen zu spezifizieren. Hier helfe nur eine Generalsanierung. Sinnvoll sei ein Gesamtkonzept über die weitere Nutzung des Gebäudes.

Der Umweltausschuss beschloss, Fördermöglichkeiten für derartige Sanierungsmaßnahmen auszuloten. Gleichzeitig beauftragte das Gremium die Verwaltung, zusammen mit den Stadtwerken die Beleuchtung im Feuerwehrhaus, dem Bauhof und dem Hasenbergzentrum untersuchen zu lassen und einen Förderantrag auf Bezuschussung bei der Umstellung der Einrichtungen auf energiesparende LED-Technik zu stellen. Vizebürgermeister Alfons Dorn regte an, bei diesen Antrag die Feuerwehrhäuser der Ortsteil-Feuerwehren nicht zu vergessen. Auch hier zähle jeder Euro.
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