Obertrubach
Mobilität

E-Autos können in Obertrubach in einer Stunde 120 Kilometer Reichweite tanken

In Obertrubach ist eine Elektroladesäule in Betrieb gegangen. Eine weitere im Ort und eine in Bärnfels sind geplant.
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Bürgermeister Markus Grüner (r.)  und  Jürgen Fiedler an der Ladestation auf dem Parkplatz am Rathaus Obertrubach Foto: Franz Galster
Bürgermeister Markus Grüner (r.) und Jürgen Fiedler an der Ladestation auf dem Parkplatz am Rathaus Obertrubach Foto: Franz Galster
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Am Rathaus in Obertrubach nahmen Jürgen Fiedler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ebermannstadt, und Bürgermeister Markus Grüner (CSU) die neue Elektroladesäule der Stadtwerke Ebermannstadt in Betrieb. Die Ladestation steht auf dem Parkplatz der Gemeindeverwaltung und kann von zwei Fahrzeugen gleichzeitig belegt werden. Die Stromtankstelle hat eine Ladeleistung von 22 kW und ist mit dem im europäischen Raum genormten Standardanschluss ausgerüstet. Ein Elektrofahrzeug kann in einer Stunde etwa 120 Kilometer Reichweite in die Batterie laden.

Förderprogramm des Bundes

Die Tankstelle wird ausnahmslos von erneuerbarer Energie versorgt, eine Bedingung für das Förderprogramm des Bundes. Der Mix besteht aus Wasserkraft, Windkraft, Sonne und Biogas. Gestartet wird der Tankvorgang per SMS über das Handy. Abgerechnet wird über die monatliche Mobilfunkrechnung beziehungsweise über das Prepaid-Guthaben, wobei Stromkunden der Stadtwerke von vergünstigten Tarifen profitieren.

Es ist die erste Ladestation dieser Art in der Gemeinde Obertrubach, spontan entstanden durch ein günstiges Angebot der Stadtwerke, wie Grüner erzählt. Nachdem unmittelbar neben dem Standort die nötige Verbindung mit der Energieversorgung möglich war, hielt sich auch der Aufwand der Gemeinde für die Installation in Grenzen. Mögliche weitere Ladesäulen sind am Bildungshaus und in Bärnfels ins Auge gefasst.

Eigenbedarf hält sich in Grenzen

Der Eigenbedarf hält sich mit zwei Elektrofahrzeugen in Obertrubach noch in Grenzen, wie Grüner weiß. Andererseits ist damit ein bewusster Schritt in die Herausforderung der Zukunft gemacht. "Es gibt auch schon einmal Wanderer und Touristen, die mit dem E-Mobil hier parken, und da bietet sich die Ladestation auch an", ist Grüner von der Sinnhaftigkeit überzeugt. Eine Probefahrt mit dem Elektrofahrzeug der Stadtwerke und die Simulation eines Tankvorgangs hätten ihn zudem beeindruckt. In die gleiche Kerbe schlägt Stefan Förtsch (CSU), Bürgermeister der Nachbargemeinde Egloffstein. Er hat es sich nicht nehmen lassen, mit seinem E-Fahrzeug dabei zu sein. Egloffstein verfügt seitens der Gemeinde über zwei Ladesäulen am neuen Busbahnhof und am Schwimmbad.

Zahlen im Landkreis

Laut einer Statistik gab es im Landkreis Forchheim im Juni 2010 insgesamt neun Elektrofahrzeuge, im Juni dieses Jahres waren es 209. Die Stadtwerke decken den Raum zwischen Weilersbach, Obertrubach, Gößweinstein und Unterleinleiter mit einem Netz von acht Stationen ab. Grüner sieht in der Errichtung der Elektrotankstelle einen großen Beitrag zum Umweltschutz und freut sich darüber, dass damit Bürger und Touristen ihre Elektrofahrzeuge vor Ort mit Strom betanken können.

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