Geschwand
Vereinsjubiläum

Drei Feiertage in Geschwand im Zeichen der "Gemütlichkeit"

Gesang, Tradition und Festlichkeit standen hinter der 90. Geburtstagsfeier des Gesangvereins Geschwand.
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Der Festzug in Geschwand, hier die Gründungsväter des Vereins in der Kutsche Foto: Petra Malbrich
Der Festzug in Geschwand, hier die Gründungsväter des Vereins in der Kutsche Foto: Petra Malbrich
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Es war ein Wochenende ganz im Zeichen des Gesangs, der Tradition und der Festlichkeit. Drei Tage lang feierte der Gesangverein "Gemütlichkeit" aus Geschwand seinen 90. Geburtstag. Auch die Gemütlichkeit kam in dem abwechslungsreichen Programm nicht zu kurz. Das war bereits bei Ankunft in der festlich geschmückten Halle des Busunternehmens Schmetterling zu erkennen, wo einige Musiker für die richtige Einstimmung auf den facettenreichen Abend sorgten. "Saischta Bloser" wurde auf dem Schlagzeug der Name der Band verraten. Die Musiker umrahmten das große Sängertreffen am ersten Tag. Am zweiten Tag unterhielten die "Frankenkrainer" das große Sänger- und Musikantentreffen. Mit "Musiknacht" war dieser Festabend umschrieben. Gleich nach dem Startschuss zeigten drei Chöre, wie sehr ein stimmkräftiger Liederabend mit traditionellen Volksliedern begeistern kann. So standen zunächst der Singverein "Frohsinn" aus Röthenbach, der Sängerbund Dachstadt und der Gesangverein Egloffstein auf der Bühne, um mit ihrem Leiter Wolfgang Junga gesanglich durch das Trubachtal zu wandern. "Herzlich willkommen im Gebirg", begrüßte dementsprechend Gastgeber Willi Müller die zahlreichen Mitglieder der Gesangvereine aus dem Landkreis Forchheim und den benachbarten Landkreisen sowie die Ehrengäste, zu denen Pfarrer Werner Wolf, der Obertrubacher Bürgermeister Markus Grüner (CSU) und vor allem der Landtagsabgeordnete Michael Hofmann (CSU) als Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung sowie der Jubiläumsgesangsverein selbst zählten.

Das Gebirg

Zu dem "Gebirg" hatte Müller gleich eine Erklärung parat. Das Gebirg gilt oft als abseits gelegenes Dorf. Aber ein Dorf, das es in sich hat: ein Dorf mit Musik und Tradition. Das war auch Tenor der vielen Gäste. 23 Chöre und Vereine mit ihren Leitern waren auf dem Festprogramm namentlich aufgeführt. Doch nicht nur die geübten Sänger erhielten bei der Jubiläumsfeier eine Plattform, sondern auch die jungen Talente durften ihr Können einem großen Publikum vorstellen. Während Vorsitzender und Altbürgermeister Willi Schmitt die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit sowie die Weiterbildung der Chöre betonte, hob Schirmherr Michael Hofmann die Bedeutung der Chöre für das Kulturleben und für den Zusammenhalt in den Dörfern hervor.

Festgottesdienst

Ganz im Zeichen der Feierlichkeit stand der Festsonntag. Der Festgottesdienst wurde musikalisch von der Jugendblaskapelle St. Laurentius und dem Patenverein "Liederkranz", beide aus Obertrubach, umrahmt. Den Höhepunkt durften die zahlreichen Gäste am Nachmittag mit dem Festzug mit Fahnenparade erleben. Mit dem Anschuss durch die Böllerschützen setzte sich der Festzug, bestehend aus zahlreichen Vereinen aller Couleur samt ihren Fahnen, in Bewegung. In der feierlich geschmückten Pferdekutsche wurden die Gründer durch den Ort gezogen, gefolgt von den Ehrengästen und den Mitgliedern der Vereine auch aus den Nachbargemeinden und von den Sängerbünden. Ebenso viele Gäste waren gekommen, um den farbenfrohen Festzug zu bestaunen. Nicht erst von da an wechselten sich Aktionen und Attraktionen ab. Eine Hüpfburg ließ den Kindern die Zeit kurzweilig werden. Wer davon genug hatte, konnte sich schminken lassen oder von dem Clown "Caramel" zum Lachen animiert werden. Die Ausstellung der Traktoren und Schlepper faszinierte nicht nur die jungen Gäste. Eine Schnitzeljagd bot ebenfalls Gelegenheit, das Dorf näher kennenzulernen. Die Firma Schmetterling hatte Geschenke vorbereitet, die sich die Kinder abholen durften.

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