Obertrubach
Gemeinderat

Fränkischer Dorfladen boomt: Sogar Touristen kaufen hier ein

Der Gemeinderat Obertrubach tagte im Dorfladen. Das Geschäft ist sehr gut aus den Startlöchern gekommen.
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Thomas Laitsch (stehend), der Geschäftsführer des Dorfladens, berichtete dem Gemeinderat  von den ersten Monaten seit der Eröffnung. Foto: Gemeinde Obertrubach
Thomas Laitsch (stehend), der Geschäftsführer des Dorfladens, berichtete dem Gemeinderat von den ersten Monaten seit der Eröffnung. Foto: Gemeinde Obertrubach

Unmittelbar vor der Gemeinderatssitzung fanden sich die Obertrubacher Ratsmitglieder in den Räumlichkeiten des neuen Dorfladens zu einem Informationsgespräch ein. Angeregt wurde dieses Gespräch in der vorangegangenen Sitzung aus der Mitte des Gemeinderates, der erfahren wollte, wie es dem Laden seit seiner Eröffnung im April ergehe.

Überwältigende Akzeptanz - nicht nur in der Gemeinde

Thomas Laitsch, der Geschäftsführer des Ladens, freute sich über das Interesse des Gremiums und berichtete von der überwältigenden Akzeptanz, die der Laden in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits erfahren haben dürfen. Der Laden werde schon jetzt von Bürgern aus allen Teilen der Gemeinde sowie auch von Bürgern aus der näheren Umgebung und auch von Touristen besucht. Selbst Vereine und verschiedene Kreise träfen sich inzwischen regelmäßig im Dorfladen, um sich bei Kaffee und Leckereien auszutauschen.

Der Dorfladen in Obertrubach ist nicht das erste "fränkische Paradebeispiel": Auch ein andere Laden setzt sich erfolgreich gegen die großen Discouter durch.

Laitsch betonte, dass die befürchteten anfänglichen Schwierigkeiten des durchgehend fachfremden Ladenpersonals in kürzester Zeit behoben werden konnten und sich die Abläufe und fälligen Handgriffe jeden Tag mehr harmonisierten. Besonders imponiere ihm der Einsatz der insgesamt zwölf Beschäftigten, die den Laden beispielsweise liebevoll dekorierten und auch selbst aus Waren des Sortiments eigene Kreationen wie Brotaufstriche zauberten, die sich hervorragend verkauften.

Das Sortiment

Im Hinblick auf das Sortiment des Dorfladens freute sich Laitsch über das große Interesse an regionalen Produkten. Auch sonst lerne der Dorfladen die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kundschaft immer besser kennen, wobei sich Laitsch besonders vom enormen Bedarf an Toilettenpapier überrascht zeigte. Eine weitere positive Überraschung ließe sich zum Verkauf von Fleisch- und Backwaren konstatieren, die größtenteils von ortsansässigen Betrieben bezogen würden: Es sei bei diesen Betrieben kein Umsatzrückgang zu verzeichnen, vielmehr stelle der Verkauf im Dorfladen eine praktische Erweiterung des Verkaufes dar.

Möglichst wenig wegwerfen

Ein besonderes Anliegen sei den Verantwortlichen des Dorfladens auch, möglichst wenige Produkte wegwerfen zu müssen, was aufgrund maßvoller Bestellungen gut gelinge. Insgesamt zog Laitsch ein sehr gutes Fazit der ersten Monate. Der notwendige Umsatz konnte realisiert werden und der Laden habe schon im Juni, deutlich früher als erwartet, ein positives Ergebnis erzielen können. Für Herbst kündigte Laitsch einen Fahr- und Lieferdienst an.

Bauarbeiten in Wolfsberg

In der anschließenden Sitzung, deren öffentliche Tagesordnung nur sehr kurz ausfiel, berichtete Bürgermeister Markus Grüner (CSU) insbesondere von den Bauarbeiten in Wolfsberg, wo die große Stützmauer Ende Juli planmäßig durch die Firma Diersch-Bau aus Pegnitz fertiggestellt wurde. Unweit der Mauer, im Bereich der Kreuzung vor dem Feuerwehrhaus, haben nun die Arbeiten an der Straße begonnen, die eine sechswöchige Sperrung dieses Bereiches erforderlich machen. Zudem verkündete Grüner, dass die Bauarbeiten am Erweitungsbau des Kindergartens Sankt Marien voraussichtlich bis September abgeschlossen werden können und keine nennenswerten Überschreitungen der kalkulierten Kosten zu erwarten sind.

Die interkommunale Zusammenarbeit von sechs Städten, Märkten und Gemeinden des Forchheimer Oberlandes zur gemeinsamen Anschaffung eines Feuerwehrdrehleiterfahrzeuges war bereits im Mai Bestandteil einer Gemeinderatssitzung. Nun beschloss der Gemeinderat, der von der Stadt Gräfenberg erarbeiteten Zweckvereinbarung zur Anschaffung zuzustimmen.

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