Forchheim

Die Spedition Pohl ist ein vielseitiges Unternehmen

Die Spedition Pohl mit Niederlassungen in Forchheim, Zeckern und Erlangen ist Umzugsunternehmen, Verteilzentrum und Lieferant in einem.
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Eine der beiden Geschäftsführerinnen ist Melanie Pohl. Foto: Josef Hofbauer
Eine der beiden Geschäftsführerinnen ist Melanie Pohl. Foto: Josef Hofbauer
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Egal ob Blaukraut, Joghurt, Käse, Schokolade oder Getränke - in der 7500 Quadratmeter großen Halle der Niederlassung Forchheim werden von Mitarbeitern der Spedition Pohl Lebensmittel aller Art zwischengelagert und binnen 24 Stunden weitertransportiert. Was bis 11 Uhr angeliefert wird, verlässt spätestens am Nachmittag beziehungsweise am Abend das Haus.



Strenge Kontrollen gewährleisten die Sicherheit der Lebensmittel. Verderbliche Waren wie etwa Milchprodukte kommen ins Kühllager, in dem eine ständig gleiche Temperatur von 5 Grad Celsius herrscht. Mitarbeiter Bernd Wölfel angelt sich aus den 20 Paletten mit Quark, die gerade angeliefert werden, eine Packung und kontrolliert die Temperatur des Produktes. 4,5 Grad. Alles bestens. Die Daten werden protokolliert, die Packung entsorgt.

Täglich kommen 45 Brummis
In maximal einer halben Stunde ist der LKW entladen.
"Es muss zügig gehen", erklärt Niederlassungsleiter Manfred Sponsel. Pro Tag werden im Durchschnitt 45 LKWs be- und entladen. In Spitzenzeiten warten bis zu 80 Brummis, abgefertigt zu werden. "Hochgerechnet auf das Jahr sind das 11.000 Lastwagen mit 440.000 Paletten, 1200 Paletten am Tag allein in der 3000 Quadratmeter großen Kühlhalle. Hinzu kommen täglich 550 Paletten an Lebensmitteln, die in der angrenzenden 2500 Quadratmeter großen Halle für Trockenwaren zwischengelagert werden.

Damit macht die Spedition Pohl nur acht Prozent ihres Jahresumsatzes von zwölf Millionen Euro. Etwa 20 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Bereich "Medical Care". Im Umkreis von rund 200 Kilometern beliefert Pohl Senioren-/Pflegeheime, Apotheken und Kliniken mit Hygienebedarf, Inkontinenzprodukten, Desinfektionsmitteln, Wundauflagen, Operationsbestecken und sonstigem Materialien des medizinischen Bedarfes. "Teilweise fahren wir diese Einrichtungen täglich an, da mittlerweile fast keine Lagerbestände vor Ort existieren", erklärt Geschäftsführerin Melanie Pohl. "21 Fahrer in der Nahverteilung übernehmen auch die Bestandsverwaltung." Die Vorräte sind in Rollcontainern auf den Brummis. Das geht so weit, dass der Bedarf für den Patienten Müller oder Meier täglich an die Pforte oder sogar bis auf die Station der jeweiligen Einrichtung gebracht wird.

In ganz Europa unterwegs
Die Fahrzeuge des Logistikers Pohl sind nicht nur in Nordbayern, sondern deutschland-, ja europaweit unterwegs. Sicher, termingerecht und direkt, ohne Umladung soll die Ware vom Absender beziehungsweise Produzenten zum Empfänger gelangen. Dies gilt beispielsweise auch für die Produkte eines Forchheimer Folienherstellers, die im Betrieb abgeholt, auf dem Firmengelände der Spedition in Hemhofen-Zeckern kommissioniert, versandfertig bereitgestellt oder gleich zum Adressaten gebracht werden. Der Kunde hat dabei jederzeit einen Überblick, wo seine Ware gerade ist. "Das gehört zum Service" erklärt Melanie Pohl.

In der sechsten Generation
Für die Lagerung, den Warenumschlag und die Kommissionierung bis zum Karton gibt es ein eigenes Lager und Verwaltungsprogramm. Eine funktionierende EDV ist unerlässlich. "Als mittelständisches Unternehmen können wir uns allen logistischen Herausforderung anpassen. Wir verwalten die Waren individuell und flexibel" verspricht Melanie Pohl, die zusammen mit ihrer Schwester Natascha das 1820 als Fuhrunternehmen gegründete Geschäft bereits in der sechsten Generation weiterführt.

Umzüge mit Rundum-Service
Nach wie vor ein wichtiges Standbein sind Umzüge, egal ob Privatumzüge oder die Verlegung von Unternehmen oder Abteilungen. Im Bereich Privat- und Projektumzüge sind 40 Facharbeiter beschäftigt, darunter Schreiner, die Küchen und Möbel aufbauen, und Elektriker, die Lampen aufhängen und den Herd anschließen. Die Umzugsspezialisten achten darauf, dass wertvolles Porzellan, Kristallgläser und sonstige Pretiosen beim Umzug ganz bleiben. "Sie können genau da weitermachen, wo sie vor dem Umzug aufgehört haben. Alles ist auch am neuen Ort an seinem Platz", verspricht Niederlassungsleiter Manfred Sponsel. Die organisatorischen Fäden dafür laufen im Büro in Erlangen bei Niederlassungsleiter Erdal Toktas zusammen. Forchheim ist der Standort für das Lebensmittellager gekühlt/ungekühlt und in Zeckern kümmert sich Geschäftsführerin Natascha Pohl um den Nah- und Fernverkehr inklusive Stückguttransport und Lagerlogistik.

Mit Stolz verweisen die beiden Unternehmerinnen darauf, dass die Spedition Pohl auch ein Ausbildungsbetrieb ist. Die Palette reicht vom Berufskraftfahrer, Speditionskaufmann über Fachkraft für Lagerlogistik bis hin zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice.
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