Forchheim
Bau

Die Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums kann beginnen

Mitglieder des Kreis-Bauausschusses vergaben Aufträge zur Sanierung des Forchheimer Ehrenbürg-Gymnasiums für rund 1,88 Millionen Euro. Die Umwelt-Kriterien werden eingehalten.
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In diesem Jahr soll die Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums in Forchheim beginnen.  Foto: Josef Hofbauer
In diesem Jahr soll die Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums in Forchheim beginnen. Foto: Josef Hofbauer
Ausschließlich mit der Sanierung des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim beschäftigten sich die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Dabei wurden Aufträge für insgesamt knapp 1,88 Millionen Euro vergeben. Das ist um rund 660 000 Euro günstiger als erwartet.

"Insgesamt liegen wir etwa 13 Prozent unter den prognostizierten Kosten", informierte Architekt Oliver Hochholzer. Deshalb scherzte Kreisrat Richard J. Gügel (FW): "Die Messlatte liegt hoch. Ich erwarte auch in Zukunft solche Ergebnisse."


Zufriedene Kreisräte


"Zfriedn" - der Name der Gebäude-Recyclingfirma, die mit den notwendigen Abbrucharbeiten beauftragt wurde, war Programm.
Auch Stefanie Plötz vom Projektsteuerungsunternehmen Hartl sprach von "konkurrenzlos niedrigen Preisen". "Eine Ersparnis, mit der auch wir nicht gerechnet hatten", ergänzte Ingenieur Oliver Hochholzer.
CSU-Fraktionssprecher Edwin Dippacher zeigte sich "äußerst zufrieden" mit der Fülle der Angebote. Die Tatsache, dass sich keine Unternehmen aus dem Landkreis beteiligt hätten, zeige, dass deren Auftragsbücher offenbar gut gefüllt seinen, mutmaßte Dippacher.

Ohne Gegenstimme beauftragte das Gremium die Firma KS-Bau aus Nürnberg mit der Baustellen-Einrichtung. Kostenpunkt: rund 60 500 Euro.

Die Schadstoffsanierung übernimmt die Firma Umwelttechnik Dorsch aus Baiersdorf für 135 770 Euro. Mit den Estricharbeiten wird das Unternehmen KFK Estrichbau in Torgau beauftragt, das mit 202 500 das günstigste Angebot abgegeben hatte. Die Fliesen- und Plattenarbeiten übernimmt die Firma Röhlich aus Wendelstein für 125 600 Euro. Die Bodenbeläge liefert die Firma Holschbach aus Morsbach in der Nähe von Bonn in Nordrhein-Westfalen für 287 500 Euro.


Kein Gesundheitsrisiko


Hier sorgte sich Lisa Badum (Bündnis 90/Die Grünen), dass gesundheitsschädliche Ausdünstungen vermieden werden müssten. Sebastian Körber (FDP) hingegen machte deutlich, dass alle zugelassenen Baustoffe als gesundheitlich unbedenklich eingestuft seien.

"Man kann freilich auf ökologische Produkte ausweichen, muss aber wissen, dass Mehrkosten von etwa 25 Prozent zu Buche schlagen", argumentierte Körber. Er hielt dies aber nicht für notwendig. Oliver Hochholzer bestätigte, dass alle Materialien mit dem so genannten "Blauen Engel" ausgezeichnet seien. Dies sei der Mindest-Standard, der auch eingehalten werde. Bei den Bodenbelägen sei eine Kombination von Kleber und Belag ausgewählt, die diesen Umweltstandards entspreche.

Reinhold Otzelberger (SPD), Konrektor des Ehrenbürg-Gymnasiums, bestätigte, dass in den Vorbesprechungen das Thema Qualität und Umweltfreundlichkeit der Bodenbeläge sowie der Wandverkleidungen diskutiert worden sei. Dabei hätten sich die Beteiligten als Standard auf Produkte mit dem "Blauen Engel" geeinigt. Bei den Maler- und Lackierarbeiten kam Lisa Badum erneut auf den Gesundheitsaspekt der Farben zu sprechen. Hierzu erklärte Oliver Hochholzer, dass keine Lacke, sondern lediglich Dispersionsfarben verwendet würden.


Langlebigkeit angepeilt


Um die Haltbarkeit der Wände und Wandfarben zu erhöhen, soll eine Wandverkleidung ähnlich wie Resopal-Platten angebracht werden. Auch Schrammborde in den Klassenzimmern seien vorgesehen, damit die Farbe nicht abgewetzt wird. Die Platten seien dann so stabil wie die Arbeitsplatten in Küchen, so dass einte lange Lebensdauer gewährleistet sei.

Schließlich wurden die Trockenbauarbeiten für 420 000 Euro an die Firma Jäger aus Dettelbach vergeben. Die Metallarbeiten übernimmt die Firma Meko aus Droyssig (Sachsen-Anhalt) für 167 000 Euro. Die Maler- und Lackiererarbeiten gingen für 95 800 Euro an die Firma Wagner aus Meiningen. Die Tischlerarbeiten (180 200 Euro) führt die Firma Planotec aus Tüssling aus und die Gerüstbauarbeiten wurden für 42 800 an die Firma Obermeier aus Ingolstadt vergeben.

Noch offen sind die Arbeiten an der Fassade und die neuen Fenster. Hier müsse erst die Leistungsfähigkeit der beiden günstigsten Anbieter geprüft werden, informierte Stefanie Plötz.
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