Versorgung

Die größte Tagespflegeeinrichtung in ganz Oberfranken soll in Neunkirchen entstehen

Die größte Tagespflegeeinrichtung in ganz Oberfranken ist im "Haus Jakobus" in Neunkirchen am Brand geplant. Die Caritas stellte einen Zuschussantrag.
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Wo früher der Jugendtreff war, ist jetzt eine Tagespflege mit 30 Plätzen geplant. Fotos: Petra Malbrich
Wo früher der Jugendtreff war, ist jetzt eine Tagespflege mit 30 Plätzen geplant. Fotos: Petra Malbrich
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Im "Haus Jakobus" in Neunkirchen am Brand soll eine Tagespflege entstehen. Das Gebäude hat die Caritas im Januar gekauft und wird es dementsprechend umbauen. Ab 1. Juni soll die Tagespflege mit 30 Plätzen betrieben werden.

"Das wird die größte Einrichtung für Tagespflege in ganz Oberfranken", sagt Bürgermeister Heinz Richter (FW). Die Caritas bittet nun die Gemeinde um Zuschuss für den Kauf und den Umbau.

50 Prozent der Tagesgäste in der bestehenden Einrichtung kommen aus der Marktgemeinde. In der neuen Tagespflege "Jakobus" würden es 60 Prozent sein. Bei anderen Kommunen wurden keine Zuschussanträge gestellt. Für Grundstückserwerb wurde an die Vereine keine Zuschüsse bezahlt, informierte Bürgermeister Heinz Richter in der Marktgemeinderatssitzung.

Die Gesamtkosten für die Tagespflege belaufen sich auf 833.469 Euro. Nach Abzug der Grundstückskosten würde der freiwillige übliche Zuschuss von zehn Prozent 59.427 Euro ausmachen. Damit wolle der Markt diesen wichtigen Beitrag zur Stärkung und Unterstützung der Bürger des Marktes würdigen.

Damit waren zunächst nicht alle Gemeinderäte einverstanden. Ute Löffler (ÜWG) möchte zwar unterstützen, findet aber, auch andere Kommunen für Zuschusszahlungen mit ins Boot zu holen, da ebenso Bürger aus anderen Gemeinden kommen. Das konnte nun Zweiter Bürgermeister Martin Mehl (CSU) nicht nachvollziehen. "Dann können wir anfangen, um Neunkirchen herum eine Mauer zu bauen, damit nur die reinkommen, die in Neunkirchen wohnen", sagte Mehl, der kein "Ihr" und "Wir" wollte. Vielmehr meinte er, der Markt solle froh sein, dass man in Neunkirchen eine solche Einrichtung habe.

Das sah auch Bürgermeister Heinz Richter so und verglich das mit den Neunkirchener Vereinen, die auch Mitglieder aus anderen Gemeinden hätten. Bedenken in eine ganz andere Richtung äußerte Anton Spatz (SPD). Das "Haus Jakobus" wurde der Gemeinde, die dort den Jugendtreff hatte, wegen Eigenbedarf an Altenpflege gekündigt. "Dann wurde es verkauft. Das ist nicht sauber gelaufen", sagte Spatz. Das heiße nicht, dass er nicht froh sei, dass der Jugendclub draußen sei.
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