Forchheim
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Die Forchheimer Grünen jubeln über historischen Erfolg

Die Forchheimer Grünen freuen sich über das starke Ergebnis ihrer Partei und lassen die Sektkorken knallen.
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Die Grünen sprangen in Forchheim vor Freude in die Luft. Foto: Ronald Heck
Die Grünen sprangen in Forchheim vor Freude in die Luft. Foto: Ronald Heck

"Das ist ein Riesenerfolg für uns Grünen, aber auch für die Menschen und die Umwelt", meint Emmerich Huber. Im Feinkostladen "Karnbaum" feierten die Forchheimer Grünen ihre Wahlparty und ließen die Sektkorken knallen, als die ersten Hochrechnung (18,5 Prozent für Bündnis 90/Die Grünen) bekannt gegeben wurde. Der grüne Direktkandidat für den Stimmkreis Forchheim holte 14,22 Prozent der Stimmen.

Huber freute sich, dass die "Alleinherrschaft der CSU" ein Ende habe und mehr Parteien in den bayerischen Landtag einziehen. "Wir haben uns mehr als verdoppelt. Aber mir geht es nicht nur darum, dass unsere Partei gewinnt, sondern dass die Ideen, die wir mitbringen, Zukunft haben." Bereits im Wahlkampf habe er an den Infoständen gemerkt, dass sich das "historische Ergebnis" der Grünen abgezeichnet habe. Auch viele ältere Personen hätten ihm gesagt, dass sie grün wählen. Das habe es früher selten gegeben.

"Früher habe ich mich immer als Exote gefühlt. Heute hat sich die Stimmung zu den Grünen im Land verändert. Das wird dem Land gut tun", so Huber. Ob er selbst es noch schafft, in den Landtag zu kommen, kann er am Sonntagabend noch nicht sagen. Sein Mandat hängt vom Ergebnis im Wahlkreis Oberfranken ab.

"Ein Einzug in den Landtag war auch nicht der Grund, warum ich mich engagiert habe", meint Huber. Er habe "eine Menge Respekt" vor einem möglichen Mandat, denn das bedeute für ihn natürlich sehr viel Arbeit. Er betont: "Ich würde es als unwahrscheinlich bezeichnen. Aber wenn klappt, dann volle Kanne!"

MdB Lisa Badum feierte mit ihm: "Das ist ein historisches Wahlergebnis, dass die Grünen so eine tolles Ergebnis eingefahren haben." Diese starken grünen Stimmen müssten nun auch einen Niederschlag in der künftigen bayerischen Regierung findet - ob als stärkste Oppositionspartei oder als Koalitionspartner, so Badum.



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