Pinzberg
Gemeinderat

Die Bahn ist nicht bereit, Fläche in Gosberg an die Gemeinde abzutreten.

Die Kinderbetreuung in der Gemeinde Pinzberg und die Sanierung der Bahnhofstraße in Gosberg waren Thema im Gemeinderat.
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Die Situation der Kindertagesstätte von Pinzberg sowie der Fortgang der geplanten Sanierung der Bahnhofstraße von Gosberg waren die wesentlichen Themen der Gemeinderatssitzung von Pinzberg. Die Bürger zeigten durch ihren zahlreichen Besuch großes Interesse. Claudia Weigand als Leiterin der Kindertagesstätte sprach diverse Details an. Zum einen mahnte sie an, an den restlichen Teilen des Ausbaus der Krippe dranzubleiben. Sie wünscht zudem ein Vordach am Eingang, um Eltern und Kinderwagen beim Warten vor dem Gebäude Schutz vor Regen zu geben. Im gesamten alten Kita-Bereich ist die Beleuchtung nicht mehr zeitgemäß und ausreichend. Ein Lichtkonzept soll bis Ende März erstellt werden. Insgesamt war es eine ganze Reihe von kleineren Maßnahmen, die zu erledigen sind. 16 Mitarbeiterinnen, eine Vorpraktikantin, zwei Mittagskräfte und eine Bürokraft im Ehrenamt kümmern sich um die Jüngsten der Gemeinde Pinzberg.

21 von 24 Plätzen belegt

Zwei Krippengruppen bieten 24 Plätze. 21 davon sind belegt. Dazu kommen zwei Kindergartengruppen und eine provisorische Gruppe mit insgesamt 66 Kindern. In der Mittagsbetreuung werden 29 Kinder im Hort betreut. Diese Zahlen beziehen sich auf den voraussichtlichen Stand Mai 2019 mit insgesamt 116 zu betreuenden Kindern. Während sich die Zahlen in der Krippe und im Kindergarten relativ konstant bewegen und im September 2019 voraussichtlich und übergehend leicht zurückgehen, fehlen in der Schulkindbetreuung abschließend sechs Plätze. Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/BB) ist daran gelegen, allen Kindern eine Betreuung in der Gemeinde anzubieten. Diese stößt freilich bereits wieder an ihre Grenzen. Man wird sich daher in naher Zukunft nochmals zusammensetzen, um geeignete Lösungen zu suchen. Das Thema ist auch insofern komplex, als die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde Pinzberg nach wie vor hoch ist.

Parkplätze am Bahnhof Gosberg

Konkret werden auch die nächsten Schritte im Rahmen der Sanierung der Bahnhofstraße in Gosberg. Verhandlungen mit der Bahn über den Ausbau von zehn Parkplätzen am Bahnhof erweisen sich als schwierig. Die Bahn ist nicht bereit, die Fläche an die Gemeinde abzutreten. Die Gemeinde dürfte den Platz zwar mit einer staubfreien Fläche sanieren mit einem Eigenkostenanteil von 40.000 Euro, 60.000 Euro würden als Fördergeld fließen. Anschließend fordert die Bahn als Eigentümer dann aber eine jährliche Pacht für die Nutzung. Die Höhe wäre noch zu verhandeln. Insgesamt ist es ein Konstrukt, was für die Kommune nicht akzeptabel erscheint. Die Termine für das Gesamtprojekt selbst sind jetzt klar. Die Submission ist am 7. März, die Vergabe bis 25.März. Der Baubeginn wird am 4. April erwartet. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW), hier als Gemeinderat auch am Tisch, bestätigte, dass Pinzberg in der Spitzabrechnung dabei sein wird. Das heißt, die Beiträge der Anlieger werden von der Staatsregierung übernommen. Das Projekt ist auf ein Jahr Bauzeit angelegt und beginnt mit der Erneuerung von Kanal und Wasser.



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