Forchheim
Bedrohungsszenario

Der Stadtwald in Flammen

Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Aktive des Technischen Hilfswerkes überprüften am Samstag ihre Leistungsfähigkeit für den Fall, dass Forchheim von einem großflächigen Waldbrand überrascht werden würde.
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Wie leistungsfähig sind die Landkreis-Wehren,wenn sie bei einem Großbrand kooperieren müssen? Nach dem Testfall vom Samstag bestätigte Kreisbrandrat Oliver Flake den Wehren ein "reibungsloses, absolut ergänzendes und kameradschaftliches Miteinander". Foto: Kreisbrandinspektion
Wie leistungsfähig sind die Landkreis-Wehren,wenn sie bei einem Großbrand kooperieren müssen? Nach dem Testfall vom Samstag bestätigte Kreisbrandrat Oliver Flake den Wehren ein "reibungsloses, absolut ergänzendes und kameradschaftliches Miteinander". Foto: Kreisbrandinspektion
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Am Samstag heulten die Sirenen rund um die große Kreisstadt Forchheim. Aus den alarmierten neun Feuerwehren sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Rettungsdienst eilten die ehrenamtlichen Helfer zur angesetzten Alarmübung über Burk in den Forchheimer Stadtwald, um einen großflächigen Waldbrand zu bekämpfen.

Diese Brände sind derzeit ja in aller Munde, und auch der Landkreis Forchheim hat sich hier in den letzten Jahren viel Gedanken darüber gemacht. Die Wehren erwartete drei Einsatzabschnitte mit unterschiedlich schweren "Schadensereignissen", die es zu bewältigen galt.

Neben einem Vollbrand einer großen Waldfläche galt es auch Entstehungsbrände und Nachlöscharbeiten abzuarbeiten. Grund dieser Einsatzübung war die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der durch den Landkreis Forchheim beschafften Einsatzmittel und der geschulten Führungsstruktur bei einem solchen Großereignis.

Sinnhaftigkeit bewiesen

"In den letzten vier Jahren wurde vom Landkreis im Rahmen des Brand- und Katastrophenschutzes umfangreiches Material beschafft und den Feuerwehren, dem THW und dem Rettungsdienst zur Verfügung gestellt. Diese Einsatzmittel sind Bestandteil des Entwicklungskonzeptes, welches unter Abstimmung mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen erstellt und umgesetzt wurde", erläutert Kreisbrandrat Oliver Flake, der mit seinem Übungsstab für die Planung dieser Übung verantwortlich zeichnete.

Der Brand- und Katastrophenschutz basiere im Wesentlichen auf den Säulen der technischen Hilfe und des Rettungsdienstes, welche organisatorisch für ihre Bereiche verantwortlich zeichne. Der Landkreis sei als untere Katastrophenschutzbehörde für den Katastrophenfall oder ein koordinierungsbedürftiges Ereignis verantwortlich und muss hierzu die nötigen Mittel und Organisationsstrukturen zur Verfügung stellen.

"In den letzten vier Jahren wurde durch den Landkreis Forchheim einiges in diesem Bereich investiert und Maßnahmen umgesetzt, die von uns für sinnvoll erachtet wurden", betont Flake. "Jetzt stehen wir in der Pflicht, die Funktionalität unter Beweis zu stellen und damit auch dem Bürger und den Kommunen die Sinnhaftigkeit der Finanzmittel darzulegen."

Im Fokus stand bei dieser Übung die neue Hochleistungspumpe, die für die Wasserförderung bei großen Brandereignissen und Hochwasser einzusetzen ist, und das Zusammenspiel der Feuerwehren und des THW bei einem derartigen Ereignis.

Die Leistungsfähigkeit dieser Pumpe und die technische Koordination von Feuerwehr und THW konnten bei dieser Großübung unter Beweis gestellt werden. "Das Ergebnis dieser vierstündigen Alarmübung überzeugte vollumfänglich", freut sich Flake. Die Pumpe habe die Erwartungen von Feuerwehr und THW "mehr als erfüllt"; die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit der Bundeseinheit THW Forchheim bei der örtlichen Gefahrenabwehr sei "reibungslos, absolut ergänzend und kameradschaftlich" verlaufen.

"Die geübten Führungsstrukturen wurden ebenso erfolgreich umgesetzt", betont der Kreisbrandrat.

Auch Rettungshunde im Einsatz

Neben den Feuerwehren aus Burk, Buckenhofen, Forchheim, Reuth, Kersbach, Eggolsheim, Hallerndorf, Hausen, Heroldsbach/Thurn, dem THW Forchheim und der Rettungshundestaffel Forchheim war auch das Rote Kreuz an dieser Großübung der Kreisbrandinspektion beteiligt.

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