Die anhaltende Hitze mit Temperaturen über 30 Grad sowie fehlende Niederschläge über mehrere Wochen haben in Teilen der oberfränkischen Landkreise zu Minderwuchs, schlechter Befruchtung und einer teilweisen Notreife des Maises geführt. Das teilt Joachim Grau, Fachberater beim BBV Forchheim, mit.

Die Maispflanzen und ihre Blätter vertrocknen von unten her. Die Maisbestände auf sandigen Böden, die keine Niederschläge erhalten haben, sind gelb-braun und notreif. Am Tag rollen sich die Blätter zusammen, damit schützt sich die Pflanze stressbedingt vor Hitze und der Trockenheit.

Hermann Greif, BBV-Kreisobmann in Forchheim, befürchtet durch die mittlerweile massiven Trockenschäden auch beim Grünland für die Rinderhalter eine schwierige Futtersituation. Hier könne nur noch ein ausgiebiger Landregen Abhilfe schaffen.

Schon jetzt, also etwa drei Wochen vor der normalen Erntezeit, beginnt die Ernte beim Futtermais. Die moderne Landtechnik brauche Akzeptanz in der Bevölkerung und gegenseitige Rücksichtnahme, betont der BBV-Kreisobmann.

Ohne diese Erntemaschinen, die zum Teil Überbreiten aufgrund ihrer bodenschonenden Bereifung haben, ist schnelles ernten nicht möglich. Deshalb appelliert der Bayerische Bauernverband an landwirtschaftliche Fahrzeugführer, aber auch an alle Verkehrsteilnehmer, sich umsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten. Auch kleinere Regenschauer führen oft schnell zu verschmutzten Fahrbahnen.

Gerade in Extremjahren wie heuer ist es für die Landwirte eine Herausforderung, im richtigen Zeitpunkt zu ernten. Tagsüber stark erhitzte Pflanzen führen oft zu Problemen in den Futtersilos. Deshalb ernten Landwirte teilweise auch in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Die angestrebte hohe Futterqualität ist eine der Grundvoraussetzungen für regionale Qualitätslebensmittel.